Allwetterzoo Münster mit doppeltem Zuchterfolg bei den Gelbbrust-Kapuzinern

Anzeige
Gelbbrustkapuziner Familie im Allwetterzoo Münster
Bildquelle: Allwetterzoo Münster

Gelbbrust-Kapuziner sind stark von der Ausrottung bedroht. Im Allwetterzoo Münster lebt die größte Zuchtgruppe Deutschlands und die zweitgrößte Europas.

Anzeige

Am 6. und 11. August 2016 kam je ein Jungtier bei den Gelbbrust-Kapuzinern im Allwetterzoo Münster zur Welt. Ein erfreulicher Zuchterfolg, denn Gelbbrust-Kapuziner gelten als die intelligentesten Affen Südamerikas und sind stark von der Ausrottung bedroht! Gerade einmal 194 Gelbbrust-Kapuziner leben in 21 Einrichtungen innerhalb Europas. Der Allwetterzoo Münster hält mit 16 Kapuzineraffen die größte Zuchtgruppe Deutschlands und sogar die zweitgrößte Europas hinter La Vallée de Singes / Frankreich, wo 17 Affen zusammen leben.

Als „CRITICALLY ENDANGERED“ eingestuft…

Der Gelbbrust-Kapuziner zählt im Gegensatz zu anderen Kapuziner-Arten zu den 25 weltweit am stärksten bedrohten Primatenarten. Auf der Roten Liste ist er daher als „CRITICALLY ENDANGERED“ eingestuft. Der Hauptgrund für die Gefährdung dieser Unterart liegt in der großflächigen Zerstörung ihres Lebensraums im östlichen Brasilien. Die dortigen Küstenwälder wurden zu einem Großteil gerodet und existieren nur noch in Form kleiner Überreste. Eine weitere Gefahr stellt die Bejagung dar. Innerhalb der letzten 50 Jahre ist die Gesamtpopulation der Gelbbrust-Kapuziner um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Es gibt einige Gruppen in Schutzgebieten, aber viele dieser Vorkommen sind zu klein, um sich auf Dauer selbst erhalten zu können. Daher wurde ein Zuchtprogramm durch den brasilianischen Staat in Zusammenarbeit mit dem Welt-Zooverband (WAZA) ins Leben gerufen, das den Fortbestand der Art sichern soll. An diesem Zuchtprogramm ist auch der Allwetterzoo beteiligt.

Mit den beiden Jungtieren leben nun 16 Kapuziner in der Zuchtgruppe in Münster zusammen: Der Zuchtmann „Cuco“, vier Zuchtweibchen, ein Kastrat und zehn „Kinder“, inklusive der beiden Jungtiere von August 2016.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *