Ziegen aus dem Tierpark Hellabrunn schaffen blühende Landschaften in und um Leipzig

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Beweidungsprojekt mit Bulgarenziegen in Leipzig
Bildquelle: Stadtofrsten Leipzig

Eine spannende Aufgabe erwartet sechs Girgentana-Ziegen, die 2015 und 2016 im Tierpark Hellabrunn das Licht der Welt erblickten. Gemeinsam mit weiteren Artgenossen werden sie im Rahmen eines Beweidungsprojektes weitläufige Offenlandflächen in und um Leipzig pflegen.

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Bereits seit 2013 unterstützt Hellabrunn die Beweidungsprojekte der Stadtforsten Leipzig und entsendet regelmäßig Nachzuchten der Bulgarenziegen und nun erstmals auch Girgentana-Ziegen in den Osten Deutschlands. Im ehemaligen Tagebaugebiet Cospuden bekam die Natur die Möglichkeit sich das Gebiet im gleichnamigen Landschaftspark wieder zurückzuerobern. Neben der gezielten Aufforstung von Waldflächen sollen dort auch wieder Offenlandflächen entstehen, auf denen sich offenland-, licht- und wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten wieder ansiedeln können. Viele dieser Arten sind inzwischen sehr selten oder sogar vom Aussterben bedroht. Die Stadtforsten Leipzig gehen davon aus, dass es bis zu 150 Jahre dauern wird, bis aus den Abraumflächen des Tagebergbaus wieder vollständig renaturierte Flächen entstehen. Damit dies gelingt, muss das Gebiet gepflegt und von hohem Bewuchs freigehalten werden. Genau hier kommen die Hellabrunner Landschaftspfleger ins Spiel.

Die bisher schon dort eingesetzten Bulgarenziegen gehören zu den bedrohten Haustierrassen. Aufgrund gestiegener Ansprüche an Milchleistung oder Fleischansatz wurden sie in der Agrarwirtschaft durch andere Rassen verdrängt. Dass sie sehr robust und genügsam sind, macht sie zum idealen Besatz für großzügige Offenlandflächen, die ganzjährig beweidet werden müssen.

Nachdem sich der Einsatz der 10 Tiere, die bisher aus dem Hellabrunner Tierpark entsendet wurden, sehr bewährt hat, sollen nun auch Girgentana-Ziegen in das gemeinsame Projekt integriert werden. Girgentana-Ziegen stammen ursprünglich aus Sizilien. Auch sie sind mit einem weltweiten Gesamtbestand von nur noch etwa 700 Tieren hochbedroht.

„Es freut uns sehr, dass wir unseren Tieren diese phantastischen Bedingungen bieten, dieses anspruchsvolle Renaturierungsprojekt aktiv unterstützen und gleichzeitig einen Beitrag zur Bewahrung von bedrohten Haustierrassen leisten können“, fasst Kurator Carsten Zehrer zusammen.

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