Neuer Erlebnispark auf dem Gelände des Altheimer Munitionsdepots in Baden-Württemberg im Gespräch

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Luftbild Altheim
Bildquelle: Altheim.de

Anstelle der gelagerten Lenkwaffen und Tonnen von Munition in Altheim könnten zukünftig Achterbahnen und andere Attraktionen treten.

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Schon 2012 wurde trotz Protesten der Kommandeure und Angestellten der Bundeswehranlage das Aus für das Altheimer Munitionsdepot im Zuge der Bundeswehrreform beschlossen. 2017 ist es nun soweit – offizielle Pläne für die Weiternutzung waren bisher jedoch nicht bekannt und die Gemeinde steht vor der Frage, wie das Gebiet künftig genutzt werden könnte. Die im Februar vorgestellte Vision von Prof. Dr. Peter Heck vom IfaS-Institut, der in Hardheim in seinem Konversionskonzept eine touristische Nutzung des Munitionsdepots vorschlug, lässt Parkfans nun aufhorchen: ein Erlebnispark rund um das Thema „Erneuerbare Energien“ könnte künftig Besucher in die Region locken.

Für die deutsche Tourismusbranche gibt es ein großes Potenzial,“ meinte Heck bei der Vorstellung der von ihm und seinen Mitarbeitern erarbeiteten Pläne, wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet. Ein Ziel des Konzepts sei daher, das Gebiet als Urlaubsregion weiter und nachhaltig auszubauen, was durch die Öffnung eines neuen, einzigartigen Erlebnisparks geschehen könnte. Im Fokus des Parks sollen dabei erneuerbare Energien stehen, die Besuchern auf unterhaltsame und spannende Art und Weise näher gebracht werden sollen. Die drei Aspekte Bildung mit Spaß, Naherholung und Freizeitparkcharakter in Verbindung mit dem einzigartigen Schwerpunkt und Altheims Reputation als „Null-Emissions-Standort“ soll dabei umweltbewusste und -interessierte Besucher aus ganz Deutschland anlocken.

Die zur Eröffnung angekündigten Attraktionen sollen zwar primär Bildungscharakter haben, nach und nach könnten aber auch herkömmliche Fahrgeschäfte Einzug in den Erlebnispark finden. So sind neben Anlagen, in denen erneuerbare Technologien wie Photovoltaik oder Windkraft vorgestellt werden, bereits Attraktionen wie eine Achterbahn, eine Wildwasserbahn, Elektrokarts und ein Riesenrad im Gespräch. Auch eine Abenteuergolfanlage, ein Baumwipfelpfad und ein Windrad mit Aussichtsplattform könnten bald die ehemalige Militärliegenschaft schmücken. Zudem könnte der Park Theorie und Praxis verknüpfen und Menschen aller Altersklassen mit Spezialangeboten wie Tagungen, Workshops oder einer Kinderuniversität locken, die in gezielten Park-Exkursionen das Gelernte praktisch anwenden.

Pläne der IfaS

So könnte das Gelände des Munitionsdepots einmal aussehen (Bildquelle: IfaS)

Für den Park, der sich in relativ großer Entfernung zu anderen Freizeitangeboten befinden würde, wird ein Einzugsradius von etwa 80 Kilometern geschätzt. Er soll mit seinen Angeboten einen weitläufigen Personenkreis ansprechen und jungen und alten Einheimischen und Touristen Gründe zum Besuch bieten. Diese Angebote werden größtenteils kostenpflichtig sein, sollen aber auch Flächen wie Abenteuerspielplätze zur freien Nutzung bieten. Investitionskosten von rund 25 Millionen Euro werden für die Realisierung des Projekts angestrebt, wobei zur Entlastung und Risikominderung des Gemeindeverbands ein Großteil des finanziellen Aufwands von Investoren, Freizeitparkbetreibern und regionalen Betreibern gestemmt werden soll.

Noch handelt es sich beim EE-Erlebnispark nur um eine Vision und wer sich schon jetzt auf das neue Angebot freut, wird sich noch gedulden müssen. Ob und inwiefern das ambitionierte Projekt Realität wird, wird sich in den kommenden Monaten und Jahren herausstellen.

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