„ErotikaLand“ in Brasilien geplant: Sex-Freizeitpark soll 2018 eröffnen

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Erotikaland - Sex-Freizeitpark in Brasilien - Plan
Bildquelle: Soft Love Español

Brasilianische Unternehmer planen einen erotischen Vergnügungspark für Erwachsene in der Nähe von São Paulo. Dort wird sich alles rund um das Thema Sex drehen – im Park selbst soll der allerdings nicht erlaubt sein.

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Autoscooter, die Geschlechtsorganen nachempfunden sind, ein Nudisten-Pool, Restaurants mit aphrodisischen Snacks für Zwischendurch und ein 7-D-„Vibrations-Kino“ – die Attraktionen im geplanten „ErotikaLand“ in Piracicaba in der Nähe von São Paulo klingen eher nach einer Erotikmesse als einem Vergnügungspark. Und genau dadurch will der Park sich auszeichnen: Mauro Morata, der Unternehmer, der hinter dem Projekt steht, möchte bis 2018 in Brasilien den ersten Sex-Vergnügungspark der Welt eröffnen.

Knapp 15 Millionen Euro sollen auf einer Parkfläche von etwa 150.000 Quadratmetern etwa eineinhalb Stunden von der Landeshauptstadt entfernt investiert werden. Der Eintrittspreis soll bei rund 90 Euro liegen und Besuchern Zugang zu allerlei erotischen Attraktionen im Park bieten. Kürzlich veröffentlichte Artworks geben bereits einen Vorgeschmack auf das, was Gäste auf dem Parkgelände alles erwarten könnte:

"ErotikaLand" Karte

Das könnte Gäste des „ErotikaLand“ alles erwarten. (Foto: Soft Love Español, @stanley)

Es überrascht nicht, dass das Bauvorhaben auch auf kritische Stimmen trifft. Matheus Erler, ein Mitglied der Christlich-Sozialistischen Partei im Stadtrat von Piracicaba, ist besorgt vom Ruf, den der Park seiner Stadt einbringen könnte. „Wir können nicht als Sex-Hauptstadt bekannt werden,“ berichtete er im Gespräch mit lokalen Reportern. Er habe Angst, dass der Park die falschen Leute in seine Heimat locken würde.

Diese Vorwürfe weist Morata jedoch ab. „Es wird kein Ort sei, an dem sich Nonnen wohlfühlen, aber es ist nicht so, als ob wir Sodom und Gomorra herbeiführen möchten,“ erklärt Morata. „Wenn die Gäste mehr als nur zusehen möchten, können sie in umliegende Motels ausweichen – die wir betreiben werden.“

"ErotikaLand"  Paulo Meirelles und Mauro Morata

Zwei der Köpfe hinter „ErotikaLand“: „ErotikaLand“ Paulo Meirelles und Mauro Morata. (Foto: Soft Love Español)

Trotz allerlei erotischer Attraktionen wird Sex im Park selbst also nicht gestattet sein. Außerdem soll dort ein gesunder Umgang mit der natürlichsten Sache der Welt geübt werden. Parkbesucher werden in einem Museum die Geschichte der Sexualität erforschen können und die Mitarbeiter werden Gäste über Safe Sex aufklären. Auch der auf der Karte angekündigte „Sex-Spielplatz“ wird nicht ganz so verrucht, wie es der Name verlauten lässt: Dort werden sich ein Labyrinth, ein Riesenrad und eine Wasserrutsche befinden. Auch wirtschaftlich soll sich der Park für die Region auszahlen und nicht nur 250 neue Arbeitsstellen schaffen, sondern auch Tausende Besucher nach Piracicaba locken.

Noch ist das Vorhaben nicht in trockenen Tüchern, die Unternehmer geben sich von ihren Kritikern jedoch unbeirrt und suchen weiterhin nach der geeigneten Fläche außerhalb der Stadtgrenzen. Das Vorhaben weckt Erinnerungen an den Liebes- und Sex-Freizeitpark, der laut Berichten vom letzten Januar in Taiwan geplant ist. Seit der Ankündigung ist es um das Projekt allerdings still geworden. Es wird sich zeigen, ob das „ErotikaLand“ das gleiche Schicksal trifft oder in Brasilien demnächst tatsächlich bald der erste Sex-Vergnügungspark entstehen wird.

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