Das ist FORT FEAR 2016: Einblick in das Horrorland zu Halloween im FORT FUN Abenteuerland

FORT FEAR 2016 - Inferno Show - Tod
Bildquelle: Timur Dag, Parkerlebnis.de

Auch 2016 lädt das FORT FUN Abenteuerland an ausgewählten Terminen wieder zu seinem Halloween-Event FORT FEAR Horrorland ein. In diesem Jahr warten ein neues Haunted House und eine neue Feuer-Show auf die Besucher. Einige Impressionen.

Seit 2009 wird das sonst so beschauliche FORT FUN Abenteuerland im Sauerland jeden Oktober zum FORT FEAR Horrorland. 2016 findet das Halloween-Event erstmals an fünf statt bisher nur vier Event-Tagen statt, um den in den letzten Jahren aufgetretenen Kapazitätsengpässen entgegenzusteuern. In diesem Jahr lädt das FORT FEAR am 15., 22., 29., 30. und 31. Oktober mutige Besucher ein und wartet mit einigen Neuerungen auf.

Insgesamt 72 Scare-Actors sind 2016 im Einsatz, um Angst und Schrecken unter den Besuchern zu verbreiten – zwölf mehr als noch im Vorjahr. Ihr Angst einflößendes Erscheinungsbild wird ihnen von nunmehr neun Make-Up-Artists verpasst; im Vorjahr waren es noch drei weniger.

FORT FEAR 2016 - Erschrecker in der Westernstadt

Zwei der Gestalten, auf die FORT FEAR-Besucher 2016 treffen. (Foto: Alexander Louis, Parkerlebnis.de)

Die Erschrecker halten sich vor allem in den vier Horror-Attraktionen „Apokryph“, „Der Wald“, „DämonXtrem“ und „13 Moonstreet“ auf. Letztere stellt dabei die einzige Horror-Attraktion des FORT FEAR 2016 dar, für die kein zusätzlicher Eintrittspreis erhoben wird.

Thematisch drehen sich – zumindest in der Theorie – alle Horror-Attraktionen des FORT FEAR Horrorland um die Geschichte der „Jackie Moon“, einem traumatisierten Mädchen, das lebendig begraben wurde, aus der Hölle auferstanden ist und gemeinsam mit ihrem Gefolge, den „Killing Demons“, auf Rachezug ist. Davon bekommen Horrorland-Neulinge allerdings wenig mit, wenn sie sich nicht auf der Internetseite über die Geschichte informieren oder zufällig dem Geschichtenerzähler auf der Straße lauschen.

FORT FEAR-Horror-Attraktionen 2016 im Detail

Apokryph

FORT FEAR 2016 - Apokryph Eingang

Er heißt euch in seiner „Hölle“ willkommen. (Foto: Alexander Louis, Parkerlebnis.de)

Wo sich Besucher des Freizeitparks sonst für die Familien-Achterbahn „Devil’s Mine“ anstellen, entführt während der Halloween-Zeit „Apokryph“ in den Rückzugsort von „Jackie Moon“ und ihren dämonischen Freunden. Auch wenn die Attraktion 2016 bereits das zweite Jahr in Folge angeboten wird, scheint sie noch nicht ganz ausgereift. Einige der Erschrecker standen nur tatenlos in der Ecke, andere reagierten erst bei Sichtkontakt. Thematisch fehlt der Attraktion ein roter Faden; überzeugen kann dagegen die Einbindung der bestehenden Elemente des „Devil’s Mine“-Wartebereichs wie etwa die wippende Brücke. Der Preis für „Apokryph“ beträgt vier Euro, die Altersempfehlung ist mit 16 Jahren für das Gebotene unverständlich hoch angesetzt.

Der Wald

FORT FEAR 2016 - Der Wald

Der Eingang ist noch hell beleuchtet – dann wird es sehr dunkel im Wald. (Foto: Alexander Louis, Parkerlebnis.de)

Viele Menschen trauen sich schon so kaum in einen dunklen Wald – im FORT FEAR Horrorland müssen sie zudem mit Überraschungen hinter jeder Ecke rechnen. Wer sich dennoch traut, den Pfad durch den Wald zu bestreiten, erlebt eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Dem Park kommt hier das natürliche Terrain zugute. Der Weg führt dabei durch einen dichten, echten Baumbestand, mit deutlichen spürbaren Steigungen und Gefällen. Geräte auf einem verlassenen Spielplatz bewegen sich in der nächtlichen Stille. Stellenweise ist der Pfad nur durch spärlich gesäte, flackernde Grablichter zu erkennen. Nebeleffekte erschweren die Sicht und lassen jeden Moment einen Erschrecker erwarten – doch die erscheinen kaum und wenn, dann regen sie sich nur selten. So bleibt „Der Wald“ am Ende eine Attraktion, die allein durch ihre Atmosphäre lebt; richtig bespielt hätte sie allemal das Potential zu einem echten Highlight unter den Halloween-Events. Der Preis für die gefühlt längste Horror-Attraktion beträgt vier Euro, die Altersempfehlung beträgt auch hier mindestens 16 Jahre.

DämonXtrem

FORT FEAR 2016 -gehörtner Erschrecker

Vor der „DämonXtrem“-Hütte stimmen Darsteller auf das Bevorstehende ein. (Foto: Thomas Frank, Parkerlebnis.de)

Das sogenannte „Alone-in-the-dark“-Maze müssen Besucher vollkommen allein, maximal zu zweit, in teils völliger Dunkelheit bestreiten. Die Darsteller dürfen Gäste hier auch anfassen. Dabei lässt sich „DämonXtrem“ keineswegs als klassisches Labyrinth, sondern eher als Grusel-Erfahrung bezeichnen, die mehr mit der Psyche der Gäste spielt als auf altbekannte Schreck-Momente zu setzen. Besucher werden dabei mit einer Taschenlampe auf die Suche nach dem Ausgang eines ausgeklügelten Labyrinths geschickt, sind stellenweise allein auf ihren Tastsinn angewiesen oder gefesselt ihrem Schicksal ausgesetzt. Ohne Verstand und ohne Seele, aber immerhin lebendig werden sie dann wieder in die Freiheit entlassen. Abgehärtete Grusel-Fans werden keine allzu großen Probleme mit dem Besuch von „DämonXtrem“ haben und können viel mehr das Schauspiel als Ganzes bewundern. Durch eine lange Durchlaufzeit von zehn bis 15 Minuten geraten Gäste durch abwechslungsreiche Szenen. Im Vorverkauf kostet ein Ticket für „DämonXtrem“ zwölf Euro, an der Abendkasse bezahlt man 14 Euro. Der Besuch von „DämonXtrem“ wird ab 16 Jahren empfohlen.

13 Moonstreet

FORT FEAR 2016 - 13th Moonstreet

Vor „13 Moonstreet“ empfängt dieser Herr die Gäste. (Foto: Alexander Louis, Parkerlebnis.de)

Etwas abseits des sonstigen FORT FEAR-Treibens, in der Westernstadt, befindet sich das für 2016 umgestaltete Haunted House „13 Moonstreet“. Im letzten Jahr hieß es noch „TRAUMAtisiert“ – und vieles darin erinnert auch noch daran, wenngleich eine neue Geschichte um das Haus gesponnen wurde. Denn „13 Moonstreet“ soll das Geburtshaus der Jackie Moon darstellen; die Darsteller darin behandeln Besucher allerdings als Hotelgäste. Dem Erlebnis tut das keinen Abbruch, denn die schauspielerische Leistung weiß zu überzeugen. Gäste dürfen sich hierbei auch eher auf ein interaktives Schauspiel einstellen, Erschreck-Momente gibt es wenige. Dafür ist „13 Moonstreet“ auch bereits ab 12 Jahren empfohlen und kostet keinen zusätzlichen Eintritt.

Feuer-Show „Inferno“

Traditionell gehören zum FORT FEAR Horrorland auch Show-Darbietungen. In diesem Jahr steht dabei mit „Inferno“ alles im Zeichen des Feuers – mit mehrere Meter hohen Flammen und Funkenstürmen. Die Darbietung ist äußerst eindrucksvoll, wenngleich ob vieler Wiederholungen während der gut 20-minütigen Vorführung sehr eintönig und langatmig.

Fort Fear 2016 - Inferno Feuer Show

Zweimal an jedem FORT FEAR-Abend findet „Inferno“ vor dem Western-Saloon statt. (Foto: Alexander Louis, Parkerlebnis.de)

Neben den besonderen Angeboten, die nur im Rahmen des FORT FEAR Horrorland stattfinden, wartet das FORT FUN Abenteuerland während den Halloween-Abenden aber auch mit bestehenden Attraktionen auf, die es im Dunkeln in einer ganz anderen Atmosphäre zu erleben gibt. Insgesamt acht Fahrgeschäfte haben auch in der Nacht geöffnet, etwa die Sommerrodelbahn „Trapper Slider“, das Wildwasser-Rafting „Rio Grande“ oder die Überkopf-Achterbahn „Speedsnake“.

FORT FUN Abenteuerland Kettenkarussell bei Nacht

Das klassische Kettenkarussell erstrahlt in der Dunkelheit. (Foto: Timur Dag, Parkerlebnis.de)

Tagsüber ab 14 Uhr und bis 20 Uhr abends findet zudem Familien-Halloween im Bereich des Grillplatzes „Horse Shoe BBQ“ statt. Hier warten gegen Aufpreis Bastelaktionen, Kürbisschnitzen und Kinderschminken auf die Kleinen. Auch in den Abendstunden sollen sie sich hier sicher fühlen – für den Bereich hat der Freizeitpark eine „monsterfreie Zone“ ausgerufen.

FORT FEAR Lagerfeuer im FORT FUN Abenteuerland zu Halloween

Am Lagerfeuer wartet Erholung von den Horror-Attraktionen. (Foto: Alexander Louis, Parkerlebnis.de)

Letztendlich ist FORT FEAR Horrorland ein nettes Zusatz-Angebot und gibt einen Anreiz, den Freizeitpark im Sauerland auch noch einmal in den kalten letzten Tagen der Saison zu besuchen.

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