Heide Park reicht Klage gegen Stadt Soltau wegen erhöhter Vergnügungssteuer ein

Heide Park Eingang
Bildquelle: Thomas Frank, Parkerlebnis.de

Der Heide Park hat vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg Klage gegen die Stadt Soltau eingereicht. Anlass ist die Erhöhung der Vergnügungssteuer um 50 Prozent im letzten Jahr.

Wie die Böhme-Zeitung berichtet, will der Heide Park die Erhöhung der Kartensteuer als Teil der Vergnügungssteuer zu Fall bringen. Der Freizeitpark hat vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg Klage gegen die Stadt Soltau eingereicht.

Die Steuer wird seit April 2009 auf den Umsatz jeder verkauften Eintrittskarte des Heide Park erhoben. Im Mai letzten Jahres wurde sie von 1,5 Prozent auf 2,25 Prozent erhöht. Der Heide Park reagierte darauf mit einer Erhöhung der Eintrittspreise um einen Euro im Juni 2015. Auch die erneut erhöhten Eintrittspreise 2016 seien zum Teil der Steuererhöhung geschuldet, so ein Sprecher des Heide Park gegenüber Parkerlebnis.

Durch das Anheben des Steuersatzes wollte Soltau die Einnahmen durch die Vergnügungssteuer von zuvor 755.000 Euro im Jahr um 351.500 Euro steigern, heißt es in der Lokalzeitung. Allein der Heide Park hätte vor der Erhöhung jedes Jahr rund 450.000 Euro Kartensteuer gezahlt.

Die Klage nicht nachvollziehen kann CDU-Fraktionsvorsitzende Heidi Schörken. Sie bezeichnete die Klage als „Affront gegen die Stadt“, die den Heide Park bishher stets bei Projekten und Bauvorhaben unterstützt habe.

Bis über die Sache verhandelt wird, soll es nach Angaben des Verwaltungsgerichts etwa ein Jahr dauern.

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