„Erdbeerland“ entsteht für rund 100 Millionen Euro: Karls baut Erlebnis-Resort bei Berlin

Anzeige
Karls Erlebnis-Dorf wird zu Karls Erdbeerland
Bildquelle: Karls Erlebnis-Dorf

Mit dem „Erdbeerland“ soll eine erlebnisreiche Genusswelt nahe Berlin entstehen. Auf einem ehemaligen Kasernengelände will die Karls Markt OHG bereits im Jahr 2021 erste Areale des neuen Freizeitparks eröffnen, der unter anderem eine große Manufakturenlandschaft und einen Badesee umfassen soll.

Anzeige

Das Unternehmen Karls Markt OHG, das vor allem für die landwirtschaftlich thematisierten Freizeitparks namens Karls Erlebnis-Dorf in Norddeutschland bekannt ist, plant derzeit den Bau eines neuen Freizeitparks in Elstal, nur gut 30 Kilometer von Berlin entfernt. Auf einem ehemaligen Kasernengelände soll ein großer Freizeitkomplex entstehen, der nach den aktuellen Planungen unter anderem einen Badesee, verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten sowie eine Sommerrodelbahn, eine Seilbahn und eine 400 Meter lange Erdbeerpromenade umfassen soll. Das berichtet die die Berliner Zeitung. Die Eröffnung des ersten Teilbereichs des sogenannten „Erdbeerland“ soll im Jahr 2021 erfolgen. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro.

Konkret soll das Erdbeerland auf einer 46,5 Hektar großen Fläche in dem brandenburgischen Dorf Elstal entstehen, das rund 3.000 Einwohner zählt und im Landkreis Havelland liegt. In dem eher beschaulichen Ort befindet sich bereits seit 2014 eins der insgesamt fünf Karls Erlebnis-Dörfer. In unmittelbarer Nähe, westlich vom Karls Erlebnis-Dorf Elstal gelegen, soll nun mit dem Erdbeerland ein Erlebnis-Resort errichtet werden, dessen Herzstück eine riesige Manufakturenlandschaft wird, die die Herstellung der unterschiedlichsten Leckereien der Genusswelt beleuchtet.

Karls Erlebnis-Dorf

Im Mai 2014 hat im brandenburgischen Elstal eines der insgesamt fünf Karls Erlebnis-Dörfer eröffnet.(Foto: Karls Erlebnis-Dorf)

Im Zentrum des Erlebnis-Resorts soll zunächst ein künstlich angelegter See mit Sandstrand entstehen. Nach und nach sollen laut der Berliner Zeitung anschließend eine große Hotel- und Ferienhaus-Anlage errichtet werden, die insgesamt über mehr als 2.000 Betten verfügen soll. Das Erdbeerland möchte abenteuerliche Alternativen zu den klassischen Übernachtungsmöglichkeiten bieten: „Übernachtet werden kann ganz natürlich im Heuhotel, im komfortablen Bienenhaus mit Honigduft, in ausgebauten Schäferwagen und urigen Baumhäuser – die sind aber nur für Schwindelfreie“, erklärt Geschäftsführer Robert Dahl gegenüber dem Berliner Zeitung.

Zudem ist eine Erdbeerpromenade geplant, die das Markenzeichen der Karls Markt OHG – eine strahlend rote Erdbeere – in den Mittelpunkt rückt: Wie die Märkische Allgemeine berichtet, sollen Besucher entlang der Erdbeerpromenade schlendern und dabei viele kleine Geschäfte entdecken können, in denen Handwerksfamilie ihre Produkte ausstellen. Darüber hinaus sollen unter anderem eine Badescheune mit verschiedenen Wellnessangeboten sowie dörfliche Erlebnisbereiche mit Attraktionen geplant sein.

Robert Dahl hat das ehemalige Kasernengelände, das zuletzt im Jahr 1992 militärisch genutzt wurde, im vergangenen Dezember von der Brandenburgischen Bodengesellschaft erworben, wie die Märkische Allgemeine berichtet. Die teilweise maroden Gebäude müssen nach Angaben der Berliner Zeitung größtenteils für das Großprojekt weichen. Einige historische Gebäude will Geschäftsführer Robert Dahl allerdings in das Erdbeerland integrieren – darunter die Panzergarage und den Löwenturm. Bevor die Bauarbeiten beginnen können, müssen allerdings Bagger anrollen, um das Erdreich zu überprüfen und gegebenenfalls auszutauschen: Nach Angaben der Berliner Zeitung gilt der Boden, auf den bereits die Soldaten im Dritten Reich trainierten, als kontaminiert. Mit den Bauarbeiten will das seit 1921 bestehende Familienunternehmen dann im Jahr 2019 beginnen.

Karls Erlebnis-Dorf

In den Karls Erlebnis-Dörfern erwartet Besucher eine riesige Genusswelt. (Foto: Karls Erlebnis-Dorf)

Nach Angaben der Berliner Zeitung geht Dahl davon aus, dass sich die bisherigen Besucherzahlen von einer Million Gäste pro Jahr verdoppeln werden. Aus diesem Grund muss die Infrastruktur vor Ort nun verbessert werden.

Der Familienbetrieb aus Mecklenburg-Vorpommern, dessen Gründer Karl Dahl – das Großvater von Robert Dahl – bereits vor 96 Jahren Obst und Gemüse auf Wochenmärkten verkauft hat, zählt nach Angaben der Berliner Zeitung mittlerweile pro Saison rund 1.000 Mitarbeiter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *