Maurer Rides stellt „Spike® Racing“-Achterbahn im Detail vor

Maurer Spike Racing Duelling Coaster - Modell

Maurer Rides präsentiert sein neues Achterbahn-Konzept mit „Spike®“-Technologie. Fahrgäste können die Geschwindigkeit der Fahrt selbst bestimmen. Das Portfolio umfasst drei verschiedene Zug-Designs und eine Duelling-Version.

Der Fahrgeschäfte-Hersteller Maurer Rides präsentiert auf der Freizeitpark-Messe Euro Attractions Show 2016 in Barcelona sein neues Achterbahn-Konzept mit „Spike®“-Technologie der Öffentlichkeit. Ein Prototyp der Neuheit wird für Testfahrten in Kürze im Skyline Park in Betrieb genommen (wir berichteten).

Bei der „Spike® Racing“-Achterbahn kommen über Zahnradtechnik angetriebene Fahrzeuge zum Einsatz, die auf der Strecke durch die Fahrgäste selbstständig beschleunigt und gebremst werden können. Die maximale Beschleunigung beträgt dabei 1,2 g – stärker als bei einem Formel 1-Boliden – auf eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h.

Maurer Spike Zahnradtechnik

Ein detaillierter Blick auf die Zahnradtechnik. (Foto: Maurer Rides)

Die Fahrzeuge auf der Strecke kommunizieren sowohl untereinander als auch mit einer Zentralsteuerung, sodass jederzeit notwendige Sicherheitsabstände eingehalten werden können und die Geschwindigkeit auch etwa vor besonders engen Streckenabschnitten angepasst werden kann, damit vorgegebene maximale Kräfte nicht überschritten werden.

Einzel- oder Duell-Variante möglich

Maurer Rides bietet seine „Spike® Racing“-Achterbahn sowohl als Einzel-Anlage als auch als Duell-Version an. Während es bei der Einzel-Anlage lediglich eine Strecke gibt, verläuft bei der Duell-Version entgegengesetzt eine zweite, baugleiche Strecke, sodass sich Fahrgäste Kopf-an-Kopf-Rennen liefern können. Dabei ist sowohl das Standard-Streckenlayout möglich, wie es im Skyline Park zum Einsatz kommt, als auch eine Auslieferung nach Kundenwunsch.

Maurer Rides Spike Duelling Coaster Modell

Bei der Duell-Variante können sich Fahrgäste Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. (Foto: Maurer Rides)

Den Wünschen der Kunden sollen dabei kaum Grenzen gesetzt sein. Sogar Fahrabschnitte senkrecht in die Höhe sollen möglich sein. „Die an der Schiene befestigte Zahnstange schmiegt sich ebenso wie die speziell für hohe Geschwindigkeiten entwickelte Stromschiene flexibel an alle Radien und Verwindungen der Schiene, so dass die Streckenführung völlig frei gestaltet werden kann“, so Maurer Rides. „Mittels eines einzigartigen, patentierten Verzahnungssystems wird die elektromotorische Antriebskraft schlupffrei und mit 100%-iger Traktion so auf die Schiene übertragen, dass auch bei hohen Geschwindigkeiten ein absolut geräuschloser und ruhiger Fahrbetrieb gewährleistet wird.“

Interaktive Fahrzeuge

Neben der neuartigen Antriebstechnik wartet die „Spike® Racing“-Achterbahn auch mit innovativen Fahrzeugen auf. Ausgestattet mit Gasgriff und Boost-Button für zusätzlichen Schub, Touchscreen-Display mit Geschwindigkeits- und Beschleunigungsanzeige, Bremslichtern und geschwindigkeitsabhängigem Fahrsound fährt auf der Strecke viel Technik mit. „Spielelemente“ wie eine virtuelle Tankfüllung oder die Möglichkeit sich gegenseitig zu attackieren sind optional integrierbar.

Maurer Rides Cockpit Concept

Im Cockpit haben Fahrgäste alle wichtigen Informationen im Blick. (Foto: Maurer Rides)

Äußerlich erinnern die Fahrzeuge an die Vehikel der Ende letzten Jahres vorgestellten Bike- und Wing-Coaster von MAURER. Auch hier gibt es wieder eine Variante, bei der Fahrgäste wie auf einem Motorrad hintereinander direkt über den Schienen sitzen („Spike Race“) und eine Variante, bei der insgesamt vier Fahrgäste neben der Schiene Platz finden („Air Race“). Optisch aus dem Rahmen fällt lediglich die Variante „Bike Race“, dessen Fahrzeuge einem echten Motorrad nachempfunden wurden.

Maurer Rides Spike Card Design Concept

Die neue Achterbahn von Maurer Rides kann mit verschiedenen Fahrzeugen ausgeliefert werden. (Foto: Maurer Rides)

Alle Fahrzeuge der „Spike® Racing“-Achterbahn haben aber gemeinsam, dass Fahrgäste lediglich durch einen Gurt um die Hüfte gesichert werden, was für ein größtmögliches Gefühl der Freiheit während der Fahrt sorgen soll.

Maurer Rides SPike Gurt Concept

Bei „Spike® Racing“ kommt ein patentiertes Gurtrückhaltesystem zum Einsatz. (Foto: Maurer Rides)

Wettbewerbs-Charakter

Während die Duell-Version der „Spike® Racing“-Achterbahn natürlich schon auf der Strecke selbst zu Wettrennen einlädt, bietet das Konzept von Maurer Rides noch weitere Möglichkeiten, sich mit anderen Fahrgästen zu messen. So wird die Fahrzeit erfasst in einer Highscore-Liste mit Tages- und Alltime-Bestzeiten hinterlegt.

Durch den Austausch mit „Spike® Racing“-Anlagen in anderen Freizeitparks werden sich Fahrgäste theoretisch auch mit Personen auf der ganzen Welt messen können.

Wo neben dem „Sky Dragster“ im Skyline Park noch weitere „Spike® Racing“-Achterbahnen entstehen werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

Sky Dragster Strecke - Baustelle im Skyline Park

„Sky Dragster“ im Skyline Park ist bereits errichtet. Testfahrten folgen in Kürze. (Foto: Skyline Park)

Spike®-Technik auch außerhalb Freizeitparks einsetzbar

Den neuen Zahnrad-Antrieb will der Hersteller nicht nur für Achterbahn-Anlagen nutzen. So werden auch Lösungen für den Personen-Transport und für die Bewegung von Frachtgütern angeboten. An der Universität Stuttgart steht bereits seit 2014 eine 50 Meter lange Anlage zur Verfügung, um das System ausgiebig testen zu können.

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