Letztes Killerwal-Baby in SeaWorld geboren: Orca-Zuchtprogramm endet

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Mini Killerwal Baby SeaWorld San Antonio 2017
Bildquelle: SeaWorld Parks & Entertainment

In SeaWorld San Antonio ist ein Orca-Baby geboren worden. Dies markiert einen historischen Schritt und Neubeginn: Denn das jüngste Mitglied der Orca-Familie wird das letze sein, das in einem SeaWorld-Park zur Welt kommt.

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Entbunden hat das 25 Jahre alte Weibchen Takara im Meeresabenteuerpark im texanischen San Antonio. Ein Team von Tierärzten und Spezialisten war bei der Geburt anwesend. Sie versorgen Takara und ihr Neugeborenes nun rund um die Uhr. Bei der Ankündigung von SeaWorld im März 2016, das Orca-Zuchtprogramm zu beenden, war Takara bereits trächtig. Die Schwangerschaft kam auf natürlichem Wege zustande. Takara wurde selbst in SeaWorld San Diego geboren. Sie hat bereits vier Kälber, die heute zwischen drei und 15 Jahren sind, zur Welt gebracht.

Besucher von SeaWorld San Antonio können Takara und ihr Baby zu ausgewählten Zeiten sehen. Die Geburt ist auch für die Wissenschaft die letzte Gelegenheit, das Aufwachsen eines Orcas genauer zu untersuchen, als dies im Meer möglich ist.

Die Informationen und Erkenntnisse, die durch Takara und ihr Kalb gewonnen werden, ergänzen die umfassende Datenbank von SeaWorld zu dieser Spezies. Sie fließen auch in Studien über die Killerwalpopulation vor der Küste des U.S. Bundesstaates Washington ein. Die Tierart ist dort durch Umweltverschmutzung, Überfischung und weitere, durch den Menschen verursachte Belastungen gefährdet.

Orca-Baby Killerwal SeaWorld San Antonio

Das Killerwal-Baby mit seiner Mutter. (Foto: SeaWorld Parks & Entertainment)

Die Beobachtung der beiden Tiere liefert zudem Daten und Proben zum Wachstum und dem Stoffwechsel der Spezies. Eine der Studienreihen untersucht den Austausch natürlicher Gifte über die Muttermilch. Eine andere wird dabei helfen, die körperlichen Entwicklungen auszuwerten, um die Ernährungsbedingungen wild lebender Artgenossen besser zu verstehen. Darüber hinaus beobachtet ein Forscherteam der St. Mary Universität das Kalb, die Mutter und weitere Orcas, um die sozialen Auswirkungen von Nachwuchs und ihre Entwicklung innerhalb einer Gruppe zu erforschen.

Chris Bellows, als Vice President of Zoologial Operations für die Tiere von SeaWorld verantwortlich, erklärt: „Dies ist ein aufregender und emotionaler Tag für uns. Wir sind alle sehr stolz, nach anderthalb Jahren der Planung, Beobachtung und spezieller Pflege, die Welt an diesem Ereignis teilhaben zu lassen. Takara ist eine großartige Mutter. Sie hat sich sofort nach der Geburt um ihr Baby gekümmert. Das Orca-Weibchen inspiriert unsere Gäste täglich, mehr über wild lebende Tiere zu erfahren und sich für ihren Schutz einzusetzen.“

Julie Sigman, ein Mitglied des Pflegeteams von SeaWorld San Antonio, begleitete Takara während ihrer letzten drei Schwangerschaften und Geburten. Sie bringt ihre Begeisterung zum Ausdruck: „Es ist ein ganz besonderer Moment, wenn das Muttertier ihrem Kalb an die Wasseroberfläche hilft, damit es zum ersten Mal atmen kann. Takara hat sich sofort komplett auf ihr Kalb konzentriert und sie weiß genau, was zu tun ist. Takara schwimmt ständig neben ihrem Baby, wenn es säugen und lernen beginnt. Wir, die Pfleger, richten uns nach der Mutter. Sie wird uns wissen lassen, wenn es an der Zeit ist, dass wir ihr Kalb kennen lernen. Erst dann werden wir auch das Geschlecht erkennen können.“

Über 22 Millionen Gäste besuchen SeaWorld jährlich. Mit ihrem Besuch unterstützen sie den Auftrag der Parkfamilie, Besuchern Erlebnisse von Bedeutung zu ermöglichen und sie zu inspirieren, sich für den Schutz von Wildtieren einzusetzen. Für die kommenden fünf Jahre hat SeaWorld 50 Millionen US-Dollar bereitgestellt, um seine Stellung als weltweit führende Organisation zur Rettung von Meerestieren sowie Fürsprecher für den Schutz der Weltmeere und der darin lebenden Tiere zu unterstreichen. Dieser Betrag beinhaltet zehn Millionen US-Dollar zur Erforschung der Killerwale und die Gründung einer Partnerschaft, die Millionen von US-Dollar zur Verbesserung des Zustandes der Ozeane einsetzt, eine Voraussetzung für das Überleben der Killerwale und aller Meerestiere.

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1 Kommentar

  • Sea World ist vor den radikalen Tierrechtlern eingeknickt. Wie man die Orcas daran hinsern will, sich fortzupflanzen, hat man aber nicht mitgeteilt – künftig Einzelhaltung der Männchen? Kontrazeptive gibt es nicht für Orcas, und einfach etwas auszuprobieren wäre unsicher und gefährdet die Tiere. Zudem wird ihnen ein wichtiger Teil des natürliichen Verhaltens verweigert: Fortpflanzung und Jungtieraufzucht. Also schlechtere Tierhaltung aufgrund von Tierrechtlern?! Wie ein wissenschaftlich geführter Park so einen Blödsinn verkünden kann ist mir schleierhaft – da hat das kommerzielle Management in die Tierhaltung reingepfuscht und einen unnötigen Präzedenzfall gegenüber den radikalen Zoogegnern geschaffen. Schade.