Wahrzeichen Wiens wird 2016 saniert: Riesenrad im Prater erhält luxuriöse neue Waggons

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Wiener Riesenrad
Bildquelle: Wiener Riesenrad, Dr. Lamac GmbH & Co. OHG

Eine Fahrt mit dem Wiener Riesenrad auf dem Prater-Gelände ist bei einem Besuch der österreichischen Hauptstadt Pflicht. Nun wird historische Wahrzeichen saniert.

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Erst wer einmal aus einem der kultig-roten Aussichts-Waggons des weltberühmten Riesenrads über die Dächer der Stadt geblickt hat, kann behaupten, wirklich in Wien gewesen zu sein. Nun, im 250sten Jubiläumsjahr des Praters, bekommt sein Wahrzeichen neue Gondeln spendiert. Sechs statt vier Fenster pro Seite werden künftig einen noch besseren Ausblick ermöglichen. Zudem erhalten die Waggons einen breiteren und dadurch rollstuhlgerechten Eingang und werden dank Heizung und Klimaanlage für den Betrieb in heißen Sommer- und kalten Wintertagen gewappnet.

Wiener Riesenrad

Ein Wahrzeichen der Stadt (Foto: Wiener Riesenrad)

Im Jahr 1897, ein Jahr vor dem 50-jährigen Jubiläum der Thronbesteigung von Kaiser Franz Joseph I, feierte das Riesenrad seine Eröffnung. Mit seinen 30 Waggons und einem Durchmesser von fast 60 Metern war zählte es damals zu den größten Riesenrädern der Welt. Die aktuellen Waggons sind etwas jünger: seit 1946 sind sie im Einsatz. „Sie wurden immer nur repariert, nie ausgetauscht. Nach dem Krieg wurde der Prater ja im Mai wieder aufgesperrt und ab Oktober war Winterpause. Die Waggons waren also nicht für einen Ganzjahresbetrieb gedacht, aber den haben wir heute schon lang“, meint Peter Petritsch, der Geschäftsführer des Riesenrads, im Gespräch mit der Informationsseite Prater.at.

Wiener Riesenrad Historisch

Seit über einem Jahrhundert Teil des Wiener Stadtbilds (Foto: Wiener Riesenrad)

Saniert wird seit Januar. Erst nach Betriebsschluss, also ab 20 Uhr, werden die alten Waggons abgenommen und durch die neuen ersetzt, was eine problemlose Weiterführung des Tagesbetriebs ermöglicht. Rund vier Millionen Euro wird das Vorhaben kosten – die Ticketpreise von 9,50 Euro pro Fahrt sollen dabei gleich bleiben.

Während die neuen Gondeln anfangen, ihre Runden zu drehen, dürfen sich die alten auf ein neues Zuhause freuen: Sie werden restauriert und zum Kauf angeboten. Wer an einem der Waggons interessiert ist, kann sich per E-Mail (an info@wienerriesenrad.com) mit einem Gebot erkundigen. Mindestens 10.000 Euro sollte man aber dafür aufbringen. „Man kauft ja ein Stück Wiener Geschichte“, so Petritsch.

Die neuen Waggons des Wiener Riesenrads ist nicht die einzige große Neuerung, die es im Jubiläumsjahr 2016 gibt: Zu den Feierlichkeiten gastiert die größte mobile Achterbahn der Welt, der „5er-Looping“, besser bekannt als „Olympia Looping“, mehrere Monate lang in Wien (wir berichteten).

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