Spielfreudige „Geschwisterkinder“ erlebten 2015 besonderen Tag im Ravensburger Spieleland

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Ravensburger Spieleland Geschwisterzeit 2015
Bildquelle: Ravensburger Spieleland

1.000 angemeldete Teilnehmer: Im Mittelpunkt des seit vier Jahren stattfindenden Aktionstages der „Geschwisterzeit“ im Ravensburger Spieleland stehen Geschwisterkinder, die gemeinsam mit einem behinderten oder chronisch kranken Kind in einer Familie aufwachsen.

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Weil jede Sekunde zählt, ist die elfjährige Antonia Kurth voll konzentriert am Kuheuter. Eine halbe Minute Zeit hat sie, um möglichst viel Milch in den Eimer zu melken. Fünf Liter, kein schlechtes Ergebnis für den ersten Aktionsstopp der Familienrallye. Heute ist Antonias Tag, denn sie ist eins der „Geschwisterkinder“, für die im Ravensburger Spieleland schon zum vierten Mal in Folge der Aktionstag der „Geschwisterzeit“ veranstaltet wird. Sie ist mit ihren Eltern und den beiden Schwestern gekommen, die eine erbliche Sehbehinderung haben und nur etwa zehn Prozent der Sehkraft. Die ältere Schwester ist zudem noch farbenblind. Für Antonia ist es Alltag, ihren Schwestern zu helfen. „Wenn Melissa neue Buntstifte bekommt, dann sage ich ihr immer, welche Farben es sind, und sie kann die Stifte beschriften. Sonst malt sie doch in der Schule den Himmel rot und alle lachen“, erzählt sie.

Schirmherrin Verena Bentele persönlich vor Ort

Auch in diesem Jahr eröffnete Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und Schirmherrin der „Geschwisterzeit“, den Aktionstag. „Hier gibt es für die Familien so viele Möglichkeiten, jeder kann mitmachen und sich genau nach seinen Fähigkeiten einbringen. Das ist Inklusion“, sagte sie. Bei einem Rundgang durch den Freizeitpark nahm sie sich Zeit, die Fragen der Kinder zu beantworten und fuhr unerschrocken eine Runde mit dem Familien-Freifallturm „Hier kommt die Maus!“.

Ravensburger Spieleland Ehrengast Verena Bentele

Verena Bentele fuhr unerschrocken eine Runde im Familien-Freifallturm „Hier kommt die Maus!“ (Foto: Ravensburger Spieleland)

Besondere Spielangebote bringen Familien ins Gespräch

Sei es beim Basketballspielen oder bei der Suche nach der anderen Familie, die das passende memory®-Kärtchen an der Jacke klemmen hat, es gab unzählige Möglichkeiten, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. So trafen sich zwei Familien, die beide ein Kind mit dem seltenen Katzenschrei-Syndrom haben. „An diesem Tag sind die Familien mit einem behinderten oder schwer kranken Kind und Geschwisterkindern nicht alleine, sie sind unter Gleichgesinnten. Es ist wunderbar, diese Fröhlichkeit zu erleben, und immer wieder ein besonderes Ereignis“, so Christoph Gräf, Leiter der Aktion „Geschwisterzeit.

Den Abschluss des Tages bildete ein kleines Konzert des Ravensburger Singer/Songwriters Peter Pux, der sich als Botschafter für die „Geschwisterzeit“ engagiert. Auch die Sieger der Familienrallye wurden geehrt. Antonia und ihre Familie haben es nicht unter die ersten drei geschafft, aber das macht nichts. Sie freut sich schon sehr auf den bevorstehenden Wald-Ausflug mit der mit der regelmäßig stattfindenden Gruppe für Geschwisterkinder, denn solche Art von Freizeitgestaltung geht mit ihren beiden Schwestern nicht.

Die „Geschwisterzeit“ wird getragen von der St. Gallus-Hilfe der Stiftung Liebenau, der St. Jakobus Behindertenhilfe, der St. Elisabeth-Stiftung und dem Malteser Hilfsdienst.

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