Renommierte Wissenschaftler schliessen sich Kritik von Animal Equality an Schwaben Park an

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Schwaben Park
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Der Schwaben Park steht seit geraumer Zeit heftig unter Beschuss von Tierschützern. Erst wurden im Februar 2013 Ergebnisse einer zehnmonatigen Recherche über die Situation der Schimpansen im Schwaben Park veröffentlicht, nun kritisieren auch renommierte Verhaltensforscher die Zustände in dem schwäbischen Freizeitpark.

Im Februar veröffentlichte die Tierschutz-Organisation Animal Equality Ergebnisse einer mehrmonatigen Recherche über die Schimpansenhaltung im Schwaben Park. Während den Untersuchungen von Apirl 2012 bis Februar 2013 entstanden über 500 Minuten Videomaterial und 350 Fotos, welche die Verhaltensweisen der Tiere in dem Freizeitpark dokumentieren.

Schimpanse im Schwaben Park in verzweifelter Haltung. Bildquelle: Animal Equality.

Schimpanse im Schwaben Park in verzweifelter Haltung. Bildquelle: Animal Equality.

Bei einigen der 44 Schimpansen des Schwaben Park wurden anormale Verhaltensweisen und stereotype Verhaltensstörungen festgestellt, Experten gehen sogar von einem komplexen posttraumatischen Stresssyndrom bei einigen Tieren aus – laut Animal Equality klare Indikatoren dafür, dass die Schimpansen im Schwaben Park unter ihrer Situation leiden und sie als Qual empfinden.

Animal Equality spricht darüber hinaus von Wunden und Verletzungen einzelner Tiere, Isolationshaltung von Schimpansenbabys und erniedrigenden Tiershows an Leinen und Ketten. Die Organisation fordert die sofortige Beendigung jeglicher Nutzung der Tiere des Schwaben Park zur Unterhaltung in Shows sowie die sofortige Beendigung der Zucht. Die Tiere sollen in ein nicht-kommerzielles Refugium zur freien Entfaltung der Schimpansen überführt werden.

Schimpanse an der Leine bei Tiershow im Schwaben Park. Bildquelle: Animal Equality.

Schimpanse an der Leine bei Tiershow im Schwaben Park. Bildquelle: Animal Equality.

Doch nicht nur Animal Equality ist der Ansicht, dass die Zustände im Schwaben Park behoben werden müssen. Nun wurde ein Brief von verschiedenen deutschen Verhaltensforschern und renommierten Wissenschaftlern verschiedener Artenschutzorganisationen an den Schwaben Park versendet.

Zu den Unterzeichnern der sechs Organisationen gehören auch der Verhaltensforscher Prof. Christophe Boesch der Wild Chimpanzee Foundation, der an dem Disney Film „Schimpansen“ maßgeblich beteiligt war, der bekannte Anthropologe Volker Sommer des Gashaka Primate Project und der Psychologe und Wissenschaftsjournalist Colin Goldner des Great Ape Projekt.

Verletzter Schimpanse im Schwaben Park. Bildquelle: Animal Equality.

Verletzter Schimpanse im Schwaben Park. Bildquelle: Animal Equality.

Die Wissenschaftler stützen ihre Kritik am Schwaben Park auf die von Animal Equality durchgeführte Recherche, die unter www.schwabenparkrecherche.com einzusehen ist.

Das Schreiben bewertet die Haltung und Nutzung der Schimpansen im Schwaben Park als eine unethische Art und Ausbeutung.

Eine Stellungnahme des Schwaben Park zu den Vorwürfen liegt uns momentan nicht vor. Sobald es Neuigkeiten zu den Schimpansen im Schwaben Park gibt, erfahrt ihr es bei uns.

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1 Kommentar

In einem modernen Freizeitpark haben dressierte Tiere nichts verloren. Der Schwabenpark muß sich entscheiden, ob er viele Besucher verlieren will, weil er Schimpansen Schuhplattler tanzen läßtt oder wenige behält bzw. hinzugewinnt, weil er das tut. Die Besucherzahlen im ersten Halbjahr 2013 sind m.E. nicht (nur) des schlechten Wetters wegen eingebrochen, sondern (auch und vor allem) der Schimpansenhaltung wegen.
Meine Familie jedenfalls besucht keinen Freizeitpark, in dem Tiere eingesperrt gehalten werden (deshalb auch keinen Zoo und keinen tierhaltenden Zirkus).

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