Rummel-Rückblick November 2016: Die Winterverkäufe der Schausteller

Rummel-Rückblick Mai 2016
Bildquelle: Parkerlebnis.de

Weihnachten nähert sich und die meisten Kirmesfahrgeschäfte befinden sich im Winterschlaf. Trotzdem reisen noch wenige Schausteller mit Kirmesattraktionen zu den letzten Volksfesten des Jahres 2016, andere hingegen wollen ihre Anlagen verkaufen. Mehr dazu und viele weitere Neuigkeiten in unserer neuen Ausgabe des Rummel-Rückblicks.

Die Weihnachtszeit beginnt und die Kirmeszeit geht in die Winterpause: Wer jetzt noch Kirmesfahrgeschäfte fahren möchte, muss ziemlich weit reisen. Trotzdem beschäftigen wir uns in der Rummel-Vorschau mit den letzten stattfindenden Kirmessen im Jahr 2016 und müssen dafür sogar Blicke nach Belgien und England werfen, um fündig zu werden.

In der „Neuigkeiten und Baufortschritte des Monats“-Rubrik beleuchten wir diesmal die vielen Verkäufe von Kirmesfahrgeschäften, die Schausteller und Unternehmen in diesem Winter tätigen. So werden derzeit mit der Geisterbahn „Halloween“ und dem Laufgeschäft „Dr. Haarmann’s Horror-Labyrinth“ gleich zwei Gruselattraktionen zum Verkauf angeboten.

Im Rummel-Bericht befassen wir uns mit einer der letzten in Deutschland stattfindenden Kirmessen, dem Winterdom im Hamburg. In einem Artikel zeigen wir euch, welche Fahrgeschäfte auf der Großkirmes in Deutschlands Norden anzutreffen waren und welche Neuerungen die Veranstaltung in diesem Jahr zu bieten hatte.

Nun aber viel Spaß mit der November-Ausgabe des Rummel-Rückblicks!

Inhaltsverzeichnis

Neuigkeiten und Baufortschritte des Monats

Im Neuigkeiten-Bereich des Rummel-Rückblicks verpasst ihr keine Ankündigungen zu neuen Attraktionen oder Konstruktionsfortschritte bei sich im Bau befindlichen Fahrgeschäften.

Die einzelnen Meldungen im Detail:

  • Ottens präsentiert 2017 Überschlagsfahrgeschäft „MaXXimum“
  • Schausteller Ottens kündigt an, 2017 mit einem Capriolo-Fahrgeschäft des niederländischen Herstellers Mondial durch Deutschland zu reisen. Die Attraktion, bei der sich die Fahrgäste in einem sich überschlagenden Pendel befinden werden, soll den Namen „MaXXimum“ tragen.

    "MaXXimum" von Ottens (ab 2017 auf der Kirmes)

    So wird das Logo der Neuheit aussehen. (Foto: Ottens)

    „MaXXimum“ wird laut Ottens eine Höhe von bis zu 50 Meter erreichen und mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h durch die Luft rasen. Die Premiere soll bereits im März stattfinden. Nicht bekannt ist, ob es sich bei der Anlage um eine Neuanfertigung handelt oder Ottens das Fahrgeschäft von einem anderen Schausteller übernimmt. Laut Spekulationen könnte es sich bei „MaXXimum“ um die gleichnamige Anlage des Schaustellers Joliet handeln, der das Fahrgeschäft nicht mehr auf seiner Webseite listet und es damit an Ottens übergeben haben könnte.

    "MaXXimum" von Ottens (ab 2017 auf der Kirmes)

    In diesen Gondeln überschlagen sich die Fahrgäste bei „MaXXimum“. (Foto: Ottens)

  • Goetzke stellt Riesenkettenflieger „Jules Verne Tower“ vor: Ab 2017 auf Reisen
  • Nachdem Alexander Goetzke schon im Juli 2016 ankündigte, ab 2017 mit einem neuen Riesenkettenflieger namens „Jules Verne Tower“ zu reisen, stellt der Schausteller aus München sein Fahrgeschäft nun auf seiner neuen Webseite vor. Goetzke gibt dort bekannt, dass er „Jules Verne Tower“ eine „Thematisierung auf Freizeitparkniveau“ spendieren möchte, zu der unter anderem eine lebensgroße, bewegliche Figur im Retro-Tiefseetaucheranzug im Eingangsbereich gehören wird.

    Artwork zu "Jules Verne Tower" von Goetzke (ab 2017 auf der Kirmes)

    So soll der Riesenkettenflieger 2017 die Kirmesbesucher empfangen. (Foto: Goetzke)

    Des Weiteren soll ein Globus an der Spitze des Turms, der die Kontinente der Erde in LED-Technik zeigt, viele Blicke auf sich ziehen und ein Zeppelin-Fotospot ermöglicht ein Erinnerungsfoto. Ebenso auffällig werden vier große LED-Videowände, auf denen eigens für den „Jules Verne Tower“ produzierte Filmaufnahmen verschiedener Kontinente sowie die Konstruktionszeichnungen der Fluggeräte Jules Vernes gezeigt werden.

    "Condor" von Maier 2016

    Der neue Riesenkettenflieger nimmt Fahrgäste mit in luftige Höhen. (Foto: Alexander Louis, Parkerlebnis.de)

    „Jules Verne Tower“ befördert Fahrgäste ab 6 Jahren und 120 cm Körpergröße auf eine Gesamthöhe von 80 Metern und nimmt dort eine Geschwindigkeit von bis zu 65 km/h auf. Der Gondelausflug findet ab einer Höhe von 32 Metern statt.

  • Gondeln bei „Fighter“ fertiggestellt: Bruch schreitet mit Arbeiten an neuem KMG Speed für 2017 voran
  • Harry Bruch aus Düsseldorf möchte ab 2017 mit einem Überschlagsfahrgeschäft des Typs Speed vom niederländischen Hersteller KMG durch Deutschland reisen. Nachdem man zum Herbstbeginn bereits Teile der Rückwand bemalte und ein erstes Gestell für die Gondeln montierte (wir berichteten), wurden eben jene Fahrgondeln nun fertiggestellt und mit Sicherheitsbügeln sowie den Sitzschalen versehen.

    Gondeln von "Fighter" (ab 2017 auf der Kirmes)

    In diesen Gondeln werden die Besucher während der rasanten Fahrt mit „Fighter“ sitzen. (Foto: Bruch)

    Auch konnte das Team um Bruch bereits einen Teil der späteren Station zum Ein- und Aussteigen errichten und dort einen Teil der Rückwand montieren. Auch ist dort schon der Hauptarm zu erkennen, an welchem die Gondeln in einer späteren Bauphase gegenüber montiert werden.

    Station von "Fighter" (ab 2017 auf der Kirmes)

    Ein Teil der Station wurde schon aufgebaut. (Foto: Bruch)

    Erstmals kündigte Harry Bruch „Fighter“ im Mai 2016 an, bevor er dann einen Monat später ein erstes Artwork zu seinem Fahrgeschäft veröffentlichte (wir berichteten).

  • Lunds Tivoli verkauft Walzerfahrt und Fabbri Frisbee
  • Lunds Tivoli, ein norwegischer Betrieb zur Bereitstellung von Kirmesfahrgeschäften auf Festplätzen, bietet derzeit eine Walzerfahrt und ein Frisbee-Fahrgeschäft zum Verkauf an. Die Walzerfahrt „Waltzer“ wurde vom englischen Hersteller A.R.M. Rides erbaut und absolvierte bereits 1991 ihre ersten Runden. Für die Anlage verlangt Lunds Tivoli 217.000 Euro.

    "Waltzer" von Lunds Tivoli (Norwegen)

    Die Familienattraktion „Waltzer“ dreht schon seit 1991 ihre Runden. (Foto: Lunds Tivoli)

    Die angebotene Frisbee-Attraktion stammt vom italienischen Hersteller Fabbri und wurde 1998 konstruiert. Das Fahrgeschäft, das sich um die eigene Achse dreht und dabei hin- und herschwingt, wird für 180.000 Euro verkauft.

    Frisbee-Fahrgeschäft von Goetzke

    Auch der deutsche Schausteller Goetzke besitzt eine Frisbee-Attraktion. (Foto: Thomas Frank, Parkerlebnis.de)

  • Umgestaltung von KMG Afterburner „G-Force“ für 2017: Astronautenfigur bei Kollmann angekommen
  • Josef Kollmann gestaltet für 2017 sein Afterburner-Fahrgeschäft „G-Force“ um, sodass er mit seiner Attraktion mit der Thematisierung der neueren Kirmesfahrgeschäfte mithalten kann. Ab 2017 soll die Anlage, welche Platz für 24 Personen pro Fahrt bietet, dann „G-Force The Ride“ heißen (wir berichteten). Im Zuge der Umgestaltung erhielt Kollmann nun auch eine Astronautenfigur, die sich später vor der Anlage befinden wird und sich zu einem beliebten Fotopunkt entwickeln könnte.

    Astronautenfigur für "G-Force The Ride" (Kirmes)

    So sieht die neu erworbene Figur aus. (Foto: Kollmann)

    Bislang konnte man des Weiteren eine neue Kasse für das Fahrgeschäft des niederländischen Herstellers KMG fertigstellen und an den Logos arbeiten, die sich später am ganzen Fahrgeschäft befinden werden (wir berichteten).

    So sah „G-Force“ vor der Umgestaltung aus:

    "G-Force" von Kollmann

    Bisher trat „G-Force“ in diesem Erscheinungsbild auf. (Foto: Alexander Louis, Parkerlebnis.de)

  • Rico Rasch will Geisterbahn „Halloween“ verkaufen
  • Rico Rasch steht mit seiner Geisterbahn „Halloween“ zwar derzeit noch auf dem Wintertraum-Weihnachtsmarkt am Alexa in Berlin, möchte die 3-Etagen-Anlage allerdings möglichst schnell loswerden. Auf dem Schausteller-Anzeigenmarkt wird „Halloween“ bereits seit etwas längerer Zeit zum Verkauf angeboten, ein neuer Besitzer wurde augenscheinlich noch nicht gefunden.

    "Halloween" von Rasch (Kirmes)

    Die zum Verkauf stehende „Halloween“-Geisterbahn besitzt sogar eine Abfahrt. (Foto: Rasch)

    Bei der Geisterbahn, die bis 2010 noch in Australien und England vorzufinden war, finden in insgesamt acht verschiedenen Chaisen je zwei Personen Platz. Auch in Besitz von Rasch befindet sich die Geisterbahn „Dom-Geister“.

  • „Dr. Haarmann’s Horror-Labyrinth“ und 6D-Kino von Weiß stehen zum Verkauf
  • Schausteller Weiß verkauft zum Ende des Jahres 2016 nicht nur das Laufgeschäft „Dr. Haarmann’s Horror-Labyrinth“, sondern auch sein 6D-Kino „6Dimension“. Die Gruselattraktion „Dr. Haarmann’s Horror-Labyrinth“, damals noch unter dem Namen „Ghost City“ unterwegs und im Juni 2015 dann zur jetzigen Version umgestaltet, bietet auf einer Etage gepflegte Momente des Schreckens. Das kleine Laufgeschäft benötigt nur einen Transport und kann in etwa einer Stunde aufgebaut werden.

    "Dr. Haarmann's Horror-Labyrinth" von Weiß (Kirmes)

    Die Fassade und der Name des Laufgeschäfts wurden im Juni 2015 geändert. (Foto: Weiß)

    Neben dem Geisterlabyrinth verkauft Weiß außerdem das 6D-Kino „6Dimension“, welches wie auch „Dr. Haarmann’s Horror-Labyrinth“ auf äußerst kleinen Stellplätzen aufgebaut werden kann. Die Anlage benötigt ebenso nur einen Transport und kann innerhalb einer Stunde auf- und abgebaut werden.

    6D-Kino "6Dimension" von Weiß (Kirmes)

    Das 6D-Kino von Weiß gehört zu den kleinsten Anlagen des Typs in Deutschland. (Foto: Weiß)

  • Eurotech Amusement verkauft Huss Ranger und Autoscooter: Ranger hat bereits Käufer gefunden
  • Eurotech Amusement, ein norwegisches Unternehmen, das sich mit der Reparatur von Gerätschaften wie zum Beispiel Kirmesfahrgeschäften beschäftigt, listet seit Kurzem einen zum Verkauf stehenden Autoscooter und einen von der Firma Huss hergestellten Ranger auf dem Fahrgeschäfte-Anzeigenmarkt. Bei dem Autoscooter handelt es sich um eine Anlage mit zwei Säulen vom italienischen Hersteller Cosmont. Das Unternehmen fordert für die 1992 erbaute Attraktion 95.000 Euro.

    Cosmont Autoskooter (Eurotech Amusement)

    Mit dieser Anzeige wird der Autoscooter zum Verkauf angeboten. (Foto: Eurotech Amusement)

    Das Ranger-Fahrgeschäft vom deutschen Hersteller Huss fand schon einen Käufer, der für die bereits 1982 erbaute Anlage 40.000 Euro zahlen musste. Wo die Attraktion dann in Zukunft zu finden sein wird, ist noch nicht bekannt.

    Huss Ranger (Eurotech Amusement)

    Bei dem Ranger-Fahrgeschäft handelt es sich um eine Art Schiffschaukel, die sich allerdings pro Runde überschlägt. (Foto: Eurotech Amusement)

Rummel-Bericht

Beim Rummel-Bericht geben ausführliche Berichte einen Rückblick auf die größten Volksfeste des Monats. Dabei bleiben wir nicht unbedingt innerhalb der Grenzen Deutschlands, sondern werfen auch schon mal einen Blick in die Nachbarländer.

  • So feiert Hamburg den Winter: Winterdom 2016
  • Vom 4. November bis zum 4. Dezember 2016 fand in Hamburg mit dem Hamburger Winterdom auf dem Heiligengeistfeld mal wieder eine der größten Winterkirmessen Deutschlands statt, die mehr als zwei Millionen Besucher anlockte und ihre Besucherzahlen damit steigern konnte. Erstmals wurde auf der Sonderveranstaltungsfläche in der Mitte des Festplatzes auch eine 1.000 Quadratmeter große und komplett überdachte Eisfläche errichtet, welche die Gäste zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen einlud.

    Neben der neuen Eisfläche feierten dieses Jahr auch drei Kirmesattraktionen ihre Dompremiere. Während das Rundfahrgeschäft „Big Spin“ durch imposante Beschleunigungen einen Geschwindigkeitsrausch aufbaute, sorgte das Überkopffahrgeschäft „Predator“ für Orientierungslosigkeit. Einen Spaß für die ganze Familie bot das Laufgeschäft „Crazy Town“ mit zahlreichen Geschicklichkeitsübungen.

    Natürlich setzten die Veranstalter der Kirmes auch wieder auf altbewährte Attraktionen und so traf man auf dem Festplatz auch auf zwei Break Dance-Fahrgeschäfte und den „Wellenflug“ von Schausteller Hanstein.

    "Break Dancer No. 2" von Dreher auf dem Hamburger Winterdom 2016 (Dreher)

    Der „Break Dancer No. 2“ von Schausteller Dreher sorgte in Hamburg für ein rasantes Erlebnis. (Foto: Benedikt Garbers für Parkerlebnis.de)

    Für die Kleinsten lud die Kinderachterbahn „Kuddel der Hai“ zu entspannten Fahrten und die Laufgeschäfte „Remmi Demmi“ von Familie Wilhelm und „Psychodelic“ von Schausteller Schuster zu aufregenden Erkundungstouren ein. Wer es lieber etwas schneller mag, fand Gefallen an dem Freifallturm „Skyfall“, der erst in diesem Jahr mit einer sich drehenden Gondel ausgestattet wurde, oder konnte sich auf die XXL-Schaukel „Konga“ wagen.

    Auch für Achterbahn-Fans wurde einiges geboten, so lockte zum Beispiel die Looping-Achterbahn „Testrecke“ von Familie Steiger und die klassische „Wilde Maus“ von Eberhard und Göbel.

Rummel-Vorschau

Die Rummel-Vorschau gibt einen Überblick auf die anstehenden Volksfeste des nächsten Monats und verrät ebenso die Hauptattraktionen und Highlights der jeweiligen Kirmes.

    Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und die meisten Kirmesfahrgeschäfte befinden sich schon im Winterschlaf, um von ihren Besitzern gepflegt und überarbeitet zu werden. Ganz wenige Schausteller begeben sich allerdings trotz der kalten Jahrezeit auf Festplätze, um dort das Publikum anzulocken. So findet im belgischen Hasselt derzeit zum Beispiel das Winterland statt, in dem vom 19. November 2016 bis zum 8. Januar 2017 neben einem großen Weihnachtsmarkt auch ein paar Kirmesattraktionen zu finden sind. Neben der Geisterbahn „Thriller“ dreht dort auch die Achterbahn „Wild Mouse“ von Familie Bufkens ihre Runden und das weihnachtlich dekorierte Laufgeschäft „Boobytrap Hotel“ sorgt für winterlichen Parcours-Spaß.

    Winterland Hasselt 2014

    Das Winterland in Hasselt überzeugt besonders durch eine atmosphärische Beleuchtung. (Foto: Alexander Louis, Parkerlebnis.de)

    Wer kein Problem damit hat, für einen Kirmesbesuch sehr weite Reisen auf sich zu nehmen, sollte auf jeden Fall dem Winter Wonderland in London einen Besuch abstatten. Vom 18. November 2016 bis zum 2. Januar 2017 findet im Hyde Park eine Großkirmes statt, die auch von vielen deutschen Schaustellern angesteuert wird. Zu den dortigen Attraktionen zählen der Freifallturm „Hangover – The Tower“, die Looping-Achterbahn „Olympia Looping“ von Schaustellerfamilie Barth und die Geisterbahn „Haunted Mansion“.

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Der Rummel-Rückblick des letzten Monats

Habt ihr den Rummel-Rückblick des letzten Monats verpasst? Um euch über die Geschehnisse zu informieren und euch auf dem aktuellen Stand zu halten, lest den Rummel-Rückblick des Monats Oktober – Von Umbauten und Besitzerwechseln.

Habt eine schöne Restwoche!

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