Hellabrunn veröffentlicht Inventur-Ergebnis: 2016 lebten fast 19.000 Tiere im Münchner Tierpark

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Felsenpinguine im Tierpark Hellabrunn bei der Inventur 2016
Bildquelle: Tierpark Hellabrunn, Marc Müller

Wie jedes Unternehmen zählt auch der Tierpark am Ende des Jahres seinen Bestand. Das beeindruckende Ergebnis: In Hellabrunn lebten Stand 31. Dezember 2016 insgesamt 18.992 Tiere in 758 Tierarten.

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Was in der Theorie noch einfach klingt, kann in der Praxis doch recht kompliziert werden. Denn nicht jede Tierart ist bei der Inventur im Tierpark Hellabrunn gleichermaßen kooperativ. Während fünf Elefanten vergleichsweise schnell gezählt und gewogen sind, flattern die Brillenblattnasen ununterbrochen durch die Fledermausgrotte und die Neonfische ähneln sich wie ein Ei dem anderen – wer blickt da noch durch? Daher werden Tiere, die pausenlos in Bewegung sind, lediglich geschätzt. So beobachten die Tierpfleger in der Dschungelwelt die Futterstelle der Vögel und rechnen anschließend die Anzahl der dort pickenden Vögel hoch. Ähnlich funktioniert die Zählung im Aquarium: Bei den Anemonenfischen beispielsweise wird nur in einem Beckenausschnitt beobachtet, gezählt und später der gesamte Bestand geschätzt. Felsenpinguine hingegen werden mit Hilfe von Futter auf eine normale Personenwaage gelockt und gewogen. Sie wiegen zwischen drei und vier Kilogramm.

Zahlenbeispiele aus dem Tierpark Hellabrunn (Stand: 31.12.2016):

  • Säugetiere: 906 in 101 Arten
  • Vögel: 653 in 85 Arten
  • Reptilien: 421 in 43 Arten
  • Amphibien: 127 in 8 Arten
  • Fische: ca. 9.020 in 301 Arten
  • Insekten: ca. 2.000 in 25 Arten
  • Spinnentiere: 65 in 7 Arten
  • sonstige wirbellose Tiere: ca. 5.800 in 188 Arten

Große Überraschungen gibt es bei einer Inventur im Tierpark Hellabrunn jedoch nicht. „Natürlich fehlt bei der Inventur am Ende des Jahres nicht einfach ein Pinguin“, so Kurator Carsten Zehrer und erklärt weiter: „Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden im Tagesbericht eingetragen.“ Bei der tierischen Inventur am Jahresende entsteht durch die Auswertung aller Tagesberichte ein lückenloser Jahresbericht, der schlussendlich im Geschäftsbericht im Sommer jeden Jahres veröffentlicht wird.

Der Tierpark Hellabrunn zählt weiterhin zu den tier- und artenreichsten Zoos Europas. Unter den 758 Arten gibt es auch einige stark bedrohte Tierarten. „Vor dem Hintergrund des Hellabrunner Masterplans sowie dem wichtigen Aspekt der Biodiversität geht die Entwicklung des Tierparks dahin, einen besonderen Fokus auf die Pflege bedrohter Tierarten zu legen. Diese Tiere, die der Besucher in ansprechenden und artgerechten Anlagen erleben kann, stehen dabei als Botschafter für ihre in der freien Wildbahn bedrohte Tierart“, erläutert Tierpark-Direktor Rasem Baban.

Mit der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts der Polarwelt im Sommer 2017 und dem Beginn der Bauarbeiten für das neue Mühlendorf Anfang des Jahres werden zwei weitere Meilensteine in der Umsetzung des Masterplans gesetzt.

Das größte, schwerste, älteste Tier im Tierpark Hellabrunn

  • Das größte Tier: Giraffe Limber hat eine Scheitelhöhe von 4,15 Meter
  • Das schwerste Tier: Elefantenkuh Mangala bringt 3.780 Kilogramm auf die Waage
  • Das längste Tier: Das größte Anakonda-Weibchen ist 6,2 Meter lang
  • Das kleinste Tier: Die Raubturmdeckelschnecke ist nur etwa 0,3 bis 0,4 Zentimeter groß
  • Das älteste Tier: Eine Aldabra-Riesenschildkröte ist über 100 Jahre alt
  • Das letztgeborene Tier 2016: Quadhi, ein Nyala-Kälbchen, ist am 28. Dezember 2016 zur Welt gekommen

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