Tierpark Hellabrunn unterstützt Initiative zum Schutz der Drills in Kamerun

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Drill Kaduna im Tierpark Hellabrunn
Bildquelle: Tierpark Hellabrunn/Marc Müller

Das Limbe Wildlife Centre, eine Auffang- und Auswilderungsstation für Drills in Kamerun, hat eine Initiative mit Name „Green Project“ gestartet. Damit können die Bewohner der um das Limbe Wildlife Center befindlichen Dörfer einen wesentlichen Teil zur Nahrungsbeschaffung der stark bedrohten Drills beitragen und erhalten so neue Erwerbsmöglichkeiten.

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Der Drill zählt zu den am stärksten gefährdeten Affenarten Afrikas. Laut der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature) gehören die Drills zu einer der weltweit bedrohtesten Tierarten. In ihrem natürlichen Lebensraum, einem Gebiet von lediglich 40.000 Quadratkilometern, das sich über Kamerun, Nigeria bis zur Insel Bioko erstreckt, leben heute nur noch etwa 3.500 Tiere.

Bereits seit 2011 setzt sich der Tierpark Hellabrunn als Mitglied des Artenschutzvereins „Rettet den Drill“ für die Drills in ihrer westafrikanischen Heimat ein. „Rettet den Drill“ e.V. unterstützt die Artenschutzstiftung PANDRILLUS, die in Kamerun gemeinsam mit dem Forstministerium das Limbe Wildlife Centre betreibt. Dieses ist eine Auffang- und Auswilderungsstation für die hochbedrohten Drills und andere beschlagnahmte Tiere, welche – soweit möglich – nach entsprechender Rehabilitation wieder ausgewildert werden. Gleichzeitig betreibt das Wildlife Center Aufklärungs- und Bildungsarbeit in der Region.

Seit zehn Jahren werden die Drills im Limbe Wildlife Centre überwiegend mit zwei besonderen Pflanzenarten, Wilder Ingwer (Aframomum spec.) und einer Art Zuckerrohr (Costus spec.), gefüttert, damit die Tiere gesund, rehabilitiert und optimal vorbereitet in die Natur entlassen werden können. Diese Pflanzen werden von Bauern der umliegenden Dörfern geerntet und dank des „Green Project“ vom Limbe Wildlife Centre abgekauft, wodurch nicht nur die Drills eine ausgewogene und natürliche Ernährung bekommen, sondern auch ehemaligen Wilderern alternative Einnahmemöglichkeiten angeboten werden. Dank des „Green Projects“ werden so die Tiere vor anhaltender Wilderei geschützt und die Dorfbewohner durch Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt.

„Das ist ein bemerkenswertes Projekt, weil durch die wertvolle Arbeit des Limbe Wildlife Centre nicht nur die Drills, sondern auch die Menschen vor Ort profitieren, denen Wege gezeigt werden, wie sie sich ohne Wilderei versorgen können“, so Tierpark-Direktor Rasem Baban und weiter: „Mit solchen Projekten können wir den Artenschutz in der Herkunftsregion des Drills unterstützen und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der stark bedrohten Tierart leisten.“ Deshalb hat sich der Tierpark Hellabrunn entschlossen, zwölf Prozent der Projektkosten des „Green Project“ für 2017 zu übernehmen.

Als Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) sowie Führer des Internationalen Zuchtbuchs (ISB) für den Drill übernimmt der Tierpark Hellabrunn für die Zoo-Population dieser hochbedrohten westafrikanischen Affenart eine besondere Verantwortung und ist darüber hinaus auch Werbebotschafter für die Tiere und Artenschutzprojekte im natürlichen Lebensraum der Affen. Mit der Mitgliedschaft im Verein „Rettet den Drill“ unterstützt der Tierpark Hellabrunn seit Jahren das Projekt „PANDRILLUS“ in Nigeria und Kamerun.

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