Neue Tierarten im Zoo Osnabrück: Vikunjas im Südamerika-Areal, Kirk-Dikdiks und Mähnenwolf am Schölerberg

Vikunjas im Zoo Osnabrück
Bildquelle: Zoo Osnabrück, Marie Meierhofer

Neue Tierart im Zoo Osnabrück: Seit kurzem leben drei Vikunjas im Südamerika-Areal. Das Mähnenwolf-Männchen Ichu hat mit dem jungen Weibchen „Frieda“ eine neue Partnerin bekommen. Unweit der beiden lebt neuerdings ein Kirk-Dikdik Zuchtpaar.

Im Südamerika-Areal des Osnabrücker Zoos lebt eine neue Tierart: Vikunjas. Der vierjähriger Hengst und die beiden Stuten (2 und 5 Jahre) haben sich dort gut eingelebt. Vikunjas gehören zu der Familie der Kamele und ähneln ihren Verwandten, den Guanakos, sind jedoch etwas kleiner und schlanker. „Die drei Vikunjas stehen gerne auf dem erhöhten, neuen Teil der Anlage. In der Wildbahn müssen sie in die Weite sehen, um mögliche Fressfeinde zu entdecken – dieses Verhalten zeigen sie hier auch“, weiß Tierpflegerin Sabine Springmeier. „Unsere drei verstehen sich untereinander sehr gut“. Der Hengst hat goldeneres Fell als die Stuten, woran er gut zu erkennen ist.

Vikunjas Zoo Osnabrück 2

Die drei Vikunjas sind eine neue Tierart im Osnabrücker Zoo und leben im „Südamerika-Areal“. Der Zoo übernimmt mit ihnen eine weitere Zuchtbuchgeführte Tierart. (Foto: Zoo Osnabrück, Marie Meierhofer)

„Dass sie sich ihr Zuhause mit den Nandus teilen, ist gar kein Problem für die Vikunjas – beim ersten Aufeinandertreffen war das Interesse aber auch nicht sehr groß“, so die Tierpflegerin. Die aktuell niedrigen Temperaturen am Schölerberg machen den drei südamerikanischen Paarhufern nichts aus – in den Anden, ihrem ursprünglichen Herkunftsgebiet, sind die Tiere zweistellige Minusgrade gewöhnt.

Bevor die Vikunjas in den Waldzoo zogen, lebten bis Ende September Guanakos auf der Südamerika-Anlage. „Wir haben uns entschieden Vikunjas zu halten, da wir uns so an einem weiteren Erhaltungszuchtprogramm beteiligen können“, erklärt der wissenschaftliche Mitarbeiter und Säugetierkurator Tobias Klumpe. Für viele Tierarten führen Zoos sogenannte Zuchtbücher, in denen pro Tierart jeweils ein Zuchtbuchkoordinator nach wissenschaftlichen Standards alle für die Zucht relevanten Tierdaten aus sich beteiligenden Zoos festhält. Auf Grundlage dieser Daten werden neue Zuchtpaare zusammen gebracht. Sowohl das Internationale als auch das Europäische Zuchtbuch für Vikunjas werden am Zoo Zürich geführt – und das bereits seit 1969 und 1985. Im Zoo Osnabrück ist Nachwuchs bei den Vikunjas ab 2017 möglich.

Neue Partnerin für Mähnenwolf Ichu

Im Südamerika-Areal gibt es eine weitere neue Bewohnerin: Mähnenwolf-Weibchen Frieda. Der rund zehn Monate alte Mähnenwolf kam vor kurzem aus einem französischen Zoo nach Osnabrück. Dort lebt sie nun mit Männchen Ichu (7 Jahre) zusammen, der seit März 2015 am Schölerberg sein Zuhause hat. „Man merkt den Altersunterschied schon etwas – Frieda ist noch verspielter als Ichu. Die beiden sind aber aneinander interessiert. Sie verstehen sich gut und harmonieren miteinander“, so Springmeier.

Mähnenwölfe im Zoo Osnabrück

Der Mähnenwolf Ichu hat weibliche Gesellschaft bekommen: Frieda kommt aus Frankreich und ist 10 Monate alt. In Zukunft sollen die beiden für Nachwuchs sorgen. (Foto: Zoo Osnabrück, Marie Meierhofer)

Für eine Nachzucht ist es zurzeit noch zu früh, aber ab dem kommenden Jahr könne man auf Nachwuchs hoffen, so die Tierpflegerin. Der Mähnenwolf ist der größte Wildhund Südamerikas. Er hat sehr lange Beine, rotbraunes Fell und auffallend große Ohren. Frieda ist derzeit noch gut an ihrem Körperbau zu erkennen, denn sie ist etwas kleiner und schmaler als Ichu.

Neu: Kirk-Dikdik Zuchtpaar

Unweit des Südamerika-Areals ist ein Kirk-Dikdik Zuchtpaar eingezogen. Kirk-Dikdiks gehören zu den kleinsten Antilopenarten der Welt: Sie erreichen lediglich eine Schulterhöhe von etwa 40 Zentimetern. Das Besondere an den kleinen Antilopen ist ihre rüsselartige Schnauze, mit deren Hilfe sie sich bei sehr hohen Temperaturen abkühlen. „Kirk Dikdiks sind sehr scheue Tiere, daher muss man manchmal ein wenig vor der Anlage warten, bis man sie entdeckt“, so Revierleiter Thorsten Vaupel. „Aber sobald die Sonne scheint, kommen sie raus und genießen die warmen Sonnenstrahlen“, so der Tierpfleger weiter. „Wir haben die beiden ganz langsam und vorsichtig an ihr neues Zuhause und aneinander gewöhnt“.

Kirk-Dikdik im Zoo Osnabrück

Ein neues Kirk-Dikdik- Zuchtpaar lebt in direkter Nachbarschaft der Löwen im Osnabrücker Zoo. (Foto: Zoo Osnabrück, Marie Meierhofer)

Zurzeit sind die Scheiben der Anlage noch teilweise verschlemmt, also mit Kalk bestrichen, damit die beiden Kirk-Dikdiks die Scheiben als solche erkennen. „Trotzdem können Besucher die beiden sehen, den oberen Teil der Scheiben haben wir für sie frei gelassen.“

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