Zoo Berlin – Blessbockgeburt unter freiem Himmel geglückt

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Zoo Berlin
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Vor den Augen von Besuchern und inmitten aller Bewohner der Afrika-Savanne wurde am Freitag, dem 12. Juli, gegen 16.00 Uhr ein Blessbock auf dem Erweiterungsgelände des Zoo Berlin geboren. Schon kurz darauf stand das hellbraun gefärbte Kalb auf eigenen Beinen und musste sich in schützender Nähe von Mutter „Doris“ und Vater „Bodo“ bereits zwischen Großen Kudus, Springböcken und Straußen behaupten.

Wenn die Mitbewohner dem jüngsten Antilopenkind zu nahe kommen, versucht der Vater, sie mit seinen spitzen, leierförmig gebogenen Hörnern zu vertreiben. Dann kommt es auch gelegentlich zu kleineren Horngefechten, die von den Blessböcken auf den Handwurzelgelenken „kniend“ ausgetragen werden. Zuweilen stellen sich jetzt sogar die zierlichen Springbock-Männchen dem Gefecht, was aber überwiegend aus Imponierattacken besteht, die kurz vor der Berührung abgebrochen werden.

Der neu geborene Blessbock tobt über das Erweiterungsgelände im Zoo Berlin

Der neu geborene Blessbock tobt über das Erweiterungsgelände im Zoo Berlin

Damit im Zuge der vorübergehenden Unruhe auf der Anlage kein Tier Schaden nimmt, wurde aber sicherheitshalber der einjährige Bruder des diesjährigen Jungtieres von seinen Eltern getrennt. Dies entspricht auch der natürlichen Situation, in der die Weibchen teils in geselligen Kleingruppen leben, die Männchen nach der Geschlechtsreife jedoch eigene Territorien beanspruchen. Ein Vater duldet demnach seine Söhne nur eine Zeitlang in seiner unmittelbaren Nähe. Da es sich bei dem Letztgeborenen um ein kleines Weibchen handelt, wird das tierpflegerische Management mit ihm später einfacher sein.

Grundsätzlich gilt, dass die Männchen vieler Kuhantilopen, zu denen auch die Blessböcke zählen, nicht immer umgänglich sind. In diesem Kontext betrachtet ist „Bodo“ noch ein sehr friedfertiger Blessbockmann.

Ihren Namen verdanken die überwiegend dunkelbraun gefärbten Antilopen der weißen Stirnblesse. Ebenfalls weiß sind Bauch und Beine.

Ihr Vorkommen ist auf Südafrika begrenzt, wo sie vor geraumer Zeit durch exzessive Bejagung schon dicht vor der Ausrottung standen. Heute werden ihre Bestände wieder auf etwa 240.000 Individuen geschätzt, von denen allerding 97% auf privatem Farmland leben.

Europaweit werden in etwa 40 zoologischen Einrichtungen knapp 170 Blessböcke gepflegt, deren Daten in einem europäischen Zuchtbuch registriert sind.

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