Zoo Karlsruhe begrüßt neuen Eisbären: „Kap“ ist angekommen

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Eisbär Kap Karlsruhe
Bildquelle: Zoo Karlsruhe

„Kap“ ist im Zoo Karlsruhe angekommen. Der Eisbär soll mit „Nika“ für Nachwuchs sorgen. Als Jungtier war er schon einmal im Zoo Karlsruhe.

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Im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe ist in der vergangenen Nacht Eisbär „Kap“ eingetroffen. Das 16-jährige Tier ist vom Tierpark Neumünster ins Badische umgezogen und soll mit der gleichaltrigen „Nika“, die seit 2002 in Karlsruhe lebt, für Nachwuchs sorgen. „Wir sind froh, solch einen tollen Bären bekommen zu haben, der mit seinen genetischen Voraussetzungen sehr wichtig für die Erhaltungszucht in menschlicher Obhut ist“, betont Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

„Kap“ war als Jungtier schon einmal im Zoo

„Kap“ kam als junger Bär 2001 von Moskau nach Karlsruhe, zog allerdings 2004 in den Tierpark Neumünster um. Er kennt die Eisbärin „Nika“ noch, war damals jedoch zu jung, um für Nachwuchs zu sorgen. Im Gegenzug haben am Vortag die Eisbären „Vitus“ und „Larissa“ den Zoo Karlsruhe gen Neumünster verlassen.

Vitus und Larissa leben nun in Neumünster

Mit beiden Bären hatte das Karlsruher Team in den vergangenen Wochen intensiv trainiert. „Das hat sich ausgezahlt, sowohl ‚Larissa‘ als auch wenig später ‚Vitus‘ sind freiwillig in die Transportkisten gelaufen. Eine Narkose war so nicht notwendig“, berichtet Reinschmidt. Auch die Fahrt nach Norddeutschland verlief problemlos.

Die drei Karlsruher Eisbären wurden vor einigen Monaten von einem Experten-Team des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin (IWZ) untersucht. Dabei kam heraus, dass „Vitus“ unfruchtbar und „Larissa“ zu alt für die Zucht ist, „Nika“ aber Nachwuchs bekommen könnte. „Kap“, der bislang allein in Neumünster lebte, ist mit seinen 16 Jahren im besten Eisbärenalter und bringt außerdem zum Züchten wertvolle Gene mit, da er aus der Moskauer Blutlinie stammt, die ansonsten kaum in Deutschland vertreten ist.

Zusammenarbeit der Zoos für die Zucht sehr wichtig

„Diese Lösung ist für beide Zoos sinnvoll und gut für die Tiere“, sagt der Karlsruher Zoodirektor. Nur ausgewählte Zoos dürfen züchten, da die Nachzuchten optimal untergebracht werden müssen und darauf geachtet wird, dass keine Inzucht zustande kommt. Einigen im Zuchtbuch beteiligte Zoos und Tierparks kommt dagegen die Rolle zu, ältere oder auch zuchtunfähige Eisbären gut unterzubringen. „Vitus“ und „Larissa“ können so zusammen in Neumünster leben, „Kap“ und „Nika“ werden gemeinsam in Karlsruhe untergebracht. „Die Zusammenarbeit der Zoos ist für die erfolgreiche Zucht sehr wichtig. Wir sind sehr froh, dass wir mit Neumünster und mit Zustimmung des Zuchtbuchführers diese Lösung hinbekommen haben“, erklärt Reinschmidt.

„Kap“ durfte heute Vormittag in der Innenanlage bereits das erste Mal durch ein Gitter getrennt mit „Nika“ Kontakt aufnehmen. Im Anschluss hat er die kleine Außenanlage erkundet, während Nika auf dem größeren Teil war. Kap gilt als recht umgänglicher Bär, auch bei der Ankunft war er ruhig und gelassen und hat sofort die Innenstallungen interessiert erkundet. Wann er mit Nika direkt zusammengelassen wird, steht noch nicht fest.

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