Zoo Osnabrück 2017 neu mit Fledermausgrotte im „Unterirdischen Zoo“

Zoo Osnabrück - Fledermausgrotte - Förderung
Bildquelle: Zoo Osnabrück, Hanna Rickert

2017 ziehen Fledermäuse in den Zoo Osnabrück ein. Für sie wird ein Teil des „Unterirdischen Zoos“ zur Fledermausgrotte umgebaut. Dafür werden rund 23.000 Euro investiert.

Besucher des Osnabrücker Zoos können ab Mitte 2017 Fledermäuse im „Unterirdischen Zoo“ beobachten. Dank einer Förderung der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland sowie der Volksbank Osnabrück eG in Höhe von insgesamt 10.000 Euro kann der Zoo in der Bodentierwelt eine Fledermausgrotte errichten.

Für den Zoogeschäftsführer Andreas Busemann ist die Förderung gleich doppelter Grund zur Freude, wie er erklärt. „Der ‚Unterirdische Zoo‘ liegt mir sehr am Herzen. Wir bringen den Besuchern dort den oft vergessenen Lebensraum Boden näher und haben zudem eine Verbindung zum benachbarten Museum geschaffen, das ebenfalls das Thema Boden aufgreift. Mit der Fledermausgrotte können wir wieder vermehrt Besucher in den ‚Unterirdischen Zoo‘ locken und auf das Thema Bodenschutz aufmerksam machen.“

Bei den neuen Zoobewohnern handele es sich um Blumenfledermäuse, wie der wissenschaftliche Mitarbeiter Tobias Klumpe erklärt. „Blumenfledermäuse werden zwischen 5 bis 9 Zentimeter groß und man nennt sie auch die ‚Kolibris der Nacht‘. Sie sind sehr schnelle und wendige Flieger und können sogar in der Luft ‚stehen‘ – wie Kolibris “, erklärt er. Um genügend Energie zu tanken, müssen Blumenfledermäuse pro Nacht etwa das Anderthalbfache des eigenen Körpergewichts an Nektar trinken. „Dafür bringen wir kleine Tränken an, aus denen sie mit ihren sehr langen Zungen eine spezielle Fruchtlösung trinken können.“ Bevor die kleinen Säugetiere einziehen können, müssen einige Umbauarbeiten vorgenommen werden. Zur Fledermausgrotte umgebaut wird der hintere Teil des „Unterirdischen Zoos“, insgesamt eine Fläche von 29 Quadratmetern. „Blumenfledermäuse brauchen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von rund 75 Prozent, deswegen müssen wir eine Benebelungsanlage installieren und Boden und Wände imprägnieren. Sie bekommen dann auch noch Komfortplätze mit Wärmelampen.“

Besucher werden die voraussichtlich 15 Säugetiere durch große Scheiben beobachten können. Den Tag-Nacht-Rhythmus der eigentlich nachtaktiven Fledermäuse wollen die Zoomitarbeiter, wenn notwendig, mithilfe von Fütterungen und zusätzlicher Beleuchtung ähnlich wie in Nachttierhäusern in anderen Zoos umdrehen. Bislang ist die Tierart, die in Süd- und Mittelamerika beheimatet ist, in fünf deutschen Zoos vertreten.

Die Kosten für den Umbau werden sich auf rund 23.000 Euro belaufen, so Klumpe. Die restlichen 13.000 Euro wird der Zoo aus Eigenmitteln aufbringen.

Der Umbau soll zum Jahreswechsel starten und Mitte 2017 abgeschlossen sein.

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