Zoo Osnabrück begrüßte 20.000 Besucher bei Dschungelnächten 2016 – erstmals Zoo-König ernannt

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Flamingos im Zoo Osnabrück bei Nacht
Bildquelle: Zoo Osnabrück, Lisa Josef

Die Dschungelnächte 2016 verwandelten den idyllischen Waldzoo in Osnabrück am vergangenen Freitag- und Samstagabend in eine bunt erleuchtete Urwaldkulisse. Musik-Acts, Trommelshows und feurige Tanzeinlagen lockten insgesamt 20.106 Besucher an die drei Hauptbühnen. Auch kürte der Zoo erstmals den „Zoo-König“ und die „Zoo-Königin“.

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Zu den diesjährigen Dschungelnächten am 22. und 23. Juli strömten wieder zahlreiche Besucher in den Osnabrücker Zoo. Lisa Josef, Pressesprecherin und Prokuristin, resümiert: „Die Dschungelnächte waren dank eines abwechslungsreichen Programms für Jung und Alt mit Musikern, Künstlern und Tänzern ein voller Erfolg. Es freut uns sehr, dass anlässlich des 80. Zoogeburtstags über 20.000 Besucher mit uns zusammen feierten. Und das Wetter spielte natürlich perfekt mit.“ Bei angenehm sommerlichen Temperaturen startete das Spektakel auf dem Schölerberg am Freitag- und Samstagabend jeweils um 19 Uhr. Bis Mitternacht standen jeden Abend 15 Künstler auf dem Programm – insgesamt traten 17 verschiedene Künstler an dem Wochenende auf. Auf drei Hauptbühnen erwartete die Besucher eine musikalische Reise durch ferne Länder: Das Hamburger Ensemble „Diamoral“ animierte das Publikum mit ihren westafrikanischen Tänzen und Rhythmen zum Mitmachen und die südamerikanische Folklore-Gruppe „Malca“ stellte in bunten Trachten Folklore Tänze aus Bolivien und Peru vor. Orientalisch wurde es mit der Bauchtanzgruppe „Laetizia“.

Tanzgruppe Malca im Zoo Osnabrück

Die Tanzgruppe „Malca“ präsentierte südamerikanische Folkore-Tänze. (Foto: Zoo Osnabrück, Lisa Josef)

Dass es auch viele begabte Tänzer in der Osnabrücker Region gibt, bewiesen die Sportfreunde Lechtingen und die Tanzschule Albrecht. Das Gitarrenduo „Bücker und Sandkämper“ sowie Musiker Jacinto Mendez sorgten für stimmungsvolle Klänge auf der Samburu-Lodge, während Sänger Chris Rehers von Livemukke.de die Besucher an der Zoo-Gaststätte mit seinen Gitarrenklängen in seinen Bann nahm. Am Affentempel lauerte „Lissy, die Drachendame“ auf charmante Art und Weise den Zoobesuchern auf. „Nicht nur das Programm mit Live-Musik begeisterte alle, sondern auch die besondere abendliche Atmosphäre. Wenn der Zoo am Abend in buntes Licht getaucht wird, ist das selbst für uns Zoomitarbeiter jedes Mal etwas ganz Besonderes“, erzählte Jennifer Ludwig, Veranstaltungskauffrau im Zoo Osnabrück und Organisatorin der Dschungelnächte. Ganz im Sinne des internationalen Flairs wurde das Gastronomieangebot um Asiapfanne, Pulled Pork Burger oder Afrikanische Kirschpaprikabratwurst und exotische Cocktails ergänzt. Den feurigen Abschluss bildete kurz vor Mitternacht eine Feuer- und Lasershow auf dem Zoovorplatz.

Erstmals Kinderprogramm und Wahl zum Zoo-König

Auch die kleinen Zoobesucher kamen während der Dschungelnächte nicht zu kurz: Erstmals sorgte bereits ab mittags an beiden Tagen ein buntes Programm aus Zaubershow, Puppentheater, Kinderschminken oder Stockbrotbacken für Unterhaltung. Ludwig berichtete: „Das neue Angebot kam bei unseren jüngsten Zoobesuchern super an – vor allem das Kinderschminken war natürlich heiß begehrt. Auch die Eltern freuten sich, dass ihre Kleinen sich hier austoben konnten und das Armbrustschießen am Stand unseres Zoopartners McDonalds haben auch viele Erwachsene gerne ausprobiert.“

Zoo Osnabrück - Zoo König 2016 - Klettern

Der Wettbewerb zum Zoo-König hatte es in sich: Neben Mistkarre-Fahren und „Schlangengift“-Trinken mussten die Kandidaten sich auch im Klettern beweisen. (Foto: Zoo Osnabrück, Lisa Josef)

Die Wahl zum “Zoo-König“ und zur „Zoo-Königin“ bildete einen weiteren neuen Höhepunkt der Veranstaltung: Acht Frauen und acht Männer traten am Samstagnachmittag in einem spannenden Wettbewerb gegeneinander an. Die Herausforderungen an fünf Stationen hatten es in sich, wie Max Boberg, Auszubildender zum Veranstaltungskaufmann und zuständig für den Wettbewerb, berichtete: „Die Kandidaten mussten an einem Baum 15 Meter hoch klettern, eine ordentliche Schubkarre Elefantenmist auf Zeit schieben oder einen ‚Schlangengift’-Cocktail trinken.“ In diesem befand sich unter anderem pürierter Hering. Wer die meisten Sterne bei den Prüfungen erkämpfte, sicherte sich die Krone. Am Ende wurden Mirco Asmann und Maike Slink zu Zoo-König und Zoo-Königin 2016 gekrönt und durften sich über je 500 Euro Preisgeld, gesponsert von dem Krankenversicherer Knappschaft, freuen. Die Zweit- und Drittplatzierten erhielten jeweils eine Bootstour auf der Hase sowie eine Zoojahreskarte 2017.

Den Tieren „Gute Nacht“ sagen

Neben dem Bühnenprogramm konnten sich die Besucher den Zoopädagogen anschließen, die kostenlos durch die nächtliche Tierwelt führten und erklärten, ob Elefanten im Stehen oder Liegen schlafen oder ob nachts wirklich alle Katzen grau sind. „Die Besucher konnten jedoch nicht allen Tieren ‚Gute Nacht‘ sagen, denn manche Zoobewohner haben einen festen Tag-Nacht-Rhythmus. Darauf nehmen wir natürlich Rücksicht und hatten diese Tierhäuser geschlossen. Das Wohl der Tiere steht immer an erster Stelle – auch bei Großveranstaltungen wie dieser“, so Tobias Klumpe, Biologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter. So wurden das gesamte Programm sowie die Standorte der Bühnen mit dem wissenschaftlichen Team des Zoos abgestimmt, damit die Tiere während der Dschungelnächte nicht gestört werden. „Für viele Tiere bedeuten die Dschungelnächte aber auch Abwechslung. Sie schauen dann sehr interessiert, wer denn da zu so später Stunde noch vorbeikommt“, berichtet Klumpe.

Mit dem vielfältigen Angebot und der besonderen Atmosphäre im illuminierten Zoo war die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder ein einmaliges Erlebnis für Jung und Alt. Ob die Dschungelnächte 2017 wieder stattfinden, ist noch offen. „Da wir uns so gut wie selbst und hauptsächlich durch Eintrittsgelder und Sponsoren finanzieren, müssen wir erst noch abwarten, wie sich die Besucherzahlen 2016 weiterhin entwickeln“, erklärt Josef.

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