2. ZOO-RUN durch den Erlebnis-Zoo: 1.200 Teilnehmer liefen 2016 in Hannover für den Artenschutz

ZOO RUN 2016 im Erlebnis-Zoo Hannover
Bildquelle: Erlebnis-Zoo Hannover

Bei diesem Lauf war dem Zoo-Motto entsprechend alles …echt anders! 1.200 Teilnehmer – teilweise verkleidet – liefen, joggten, hüpften und spazierten flotten Schrittes durch die Themenwelten des Erlebnis-Zoo Hannover und taten damit gleichzeitig Gutes: 1.500 € kamen durch die Aktion zusammen, die der Erlebnis-Zoo an den Verein Rettet den Drill spendete.

Als Giraffe, Löwe, Eisbär und Co. am 16. Juni schlafen gingen, eroberten die Läufer den Zoo. Die anspruchsvolle Strecke mit Steigungen, Biegungen und unterschiedlichsten Bodenbelägen führte einmal um die Welt vom niedersächsischen Meyers Hof durch das australische Outback, über den majestätischen Dschungelpalast vorbei am Marktplatz in Yukon Bay, durch die Unterwasserwelt, weiter entlang am Sambesi und hinauf auf den Gorillaberg.

Neben den verkleideten Lindener Narren und den gut gelaunten Hannover Indians joggten Erwachsene und Jugendliche beim ZOO-RUN „Shorty“ 2-4 km oder in der Langversion 6-8 km durch den Zoo. Kinder von 3-11 Jahren meisterten eine 950 m lange Strecke. Eine Zeitmessung gab es nicht und damit auch keinen Sieger. „Beim ZOO-RUN spielt die Zeit keine Rolle“, erklärte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Es geht ums Dabeisein und um den Artenschutz: Wir unterstützen mit einem Teil der Meldegebühren die Arbeit des Vereins Rettet den Drill.“ Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, eine der am stärksten bedrohten Affenarten Afrikas zu retten. Vereinsvorsitzende Kathrin Paulsen nahm den Scheck über 1.500 € entgegen und bedankte sich bei allen Läufern für den fußstarken Einsatz.

ZOO RUN Hannover 2016 - Spende

Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff überreicht Kathrin Paulsen den Scheck. (Foto: Erlebnis-Zoo Hannover)

Drills leben in Kamerun, Nigeria und auf der Insel Bioko in einem Gebiet von weniger als 30.000 Quadratkilometern. Aufgrund des kleinen Gebiets, der zunehmenden Zerstörung ihres Lebensraumes und der schonungslosen Jagd auf die Affen sind die Drills stark bedroht. Ihr Bestand wird heute nur noch auf etwa 3.000 Tiere geschätzt.

‚Rettet den Drill e.V.‘ ist eine gemeinnützige Organisation, die sich in Nigeria und Kamerun für den bedrohten Drill einsetzt. Neben der weltweiten Aufklärung über die bedrohliche Lage der Drills unterstützt der Verein die Schutz-Projekte der PANDRILLUS-Organisation in Calabar und dem Afi-Mountain-Reservat in Nigeria sowie dem Limbe Wildlife Center in Kamerun. In den dortigen Rehabilitations- und Zuchtzentren wachsen beschlagnahmte und verwaiste junge Drills mit Artgenossen auf. Später werden sie in die geschützten Regenwälder der Afi-Mountains entlassen. Für die ehemaligen Wilderer schafft die Organisation neue Perspektiven: sie finden bei Pandrillus Arbeit als Wildhüter oder Fremdenführer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *