Neues Elchpärchen „Pommes“ und „Frieda“ lebt jetzt im Zoo Rostock

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Zoo Rostock Elche
Bildquelle: Zoo Rostock, Joachim Kloock

Der junge Elchbulle „Pommes“, der schon in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt hatte, lebt nun im Zoo Rostock. Zusammen mit der Elchdame hat er die zwischenzeitlich leerstehende Elchanlage bezogen.

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Im Sommer 2017 sorgte ein junger Elchbulle für reichlich Schlagzeilen im Nordosten Deutschlands. Von den Einheimischen auf den Namen „Pommes“ getauft, sorgte der wilde „Einwanderer“ aus Polen immer wieder für Aufregung und Begeisterung, wenn er überraschend irgendwo auftauchte. So führten ihn seine Streifzüge vor allem auf die Sonneninsel Usedom oder auch nach Anklam, Demmin und Neubrandenburg.

Ein so stattliches Tier ist jedoch nicht ganz ungefährlich. Kurzerhand wurde „Pommes“ eingefangen und herzlich in der Elch- und Rentierfarm Kleptow in Brandenburg aufgenommen. Seit Kurzem ist „Pommes“ nun ein Rostocker. Zusammen mit „Frieda“ bezog er die ehemalige Elchanlage neben dem Polarium.

Am 6. Februar 2017 hatten wegen der damals bevorstehenden Bauarbeiten am Polarium die beiden letzten Elche den Rostocker Zoo verlassen. Die vier Elche, die vor Baubeginn in unmittelbarer Nähe zur historischen Bärenburg gelebt haben, verbleiben an ihren neuen Standorten im Tierpark Neumünster und auf der Elch- und Rentierfarm in Kleptow.

Zoo Rostock Elch Pommes

Elchbulle „Pommes“ ist wohlauf in seinem neuen Domizil. (Foto: Zoo Rostock, Carina Braun)

Seit April gehört die 3.700 Quadratmeter große Anlage den Neurostockern „Frieda“ und „Pommes“, die sich inzwischen gut aneinander gewöhnt und eingelebt haben. Was „Pommes“ und „Frieda“ besonders gern naschen, müssen die Tierpfleger noch erkunden. Erfahrungsgemäß lieben Elche geraspelte Möhren. Auf dem Futterplan im Rostocker Zoo stehen für Elche meist Laub und Äste sowie spezielles Kraftfutter in Form von Elchpellets.

Laut Schätzung der Tierpfleger ist „Pommes“ jetzt gut drei Jahre alt und wiegt etwa 300 Kilogramm. Der Elchbulle ist nach wie vor ein Draufgänger mit starkem eigenem Willen. Das harmoniert offensichtlich recht gut mit seiner neuen Partnerin. „Frieda“ wurde am 8. Mai 2018 im Tierpark Neumünster geboren und hat bereits Rostocker Wurzeln. Die junge Elchdame ist die Tochter von Gerda, eine der Elchkühe, die schon im Dezember 2016 nach Neumünster kamen. Nach Auffassung der Tierpfleger ist „Frieda“ ist eine freundliche, aufgeschlossene und neugierige Elchkuh.

Der Europäische Elch (Alces alces) ist die größte heute vorkommende Art der Hirsche. Sein Lebensraum erstreckt sich über Nordeuropa, Nordasien und Nordamerika. Elche sind laut Weltnaturschutzunion IUNC nicht gefährdet, die Populationszahlen steigen wieder. Im Mittelalter jedoch war der damals in Deutschland verbreitete Elch durch Bejagung ausgerottet worden. Inzwischen leben in Polen wieder ca. 4.000 dieser Tiere, von denen ab und zu auch einige nach Sachsen, Brandenburg oder wie „Pommes“ nach Mecklenburg-Vorpommern einwandern.

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