Zoo Karlsruhe: Elefant „Lina“ mit 46 Jahren gestorben

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Elefant Lina im Zoo Karlsruhe
Bildquelle: Zoo Karlsruhe

Trauer im Dickhäuterhaus des Karlsruher Zoo: Die Elefantenkuh „Lina“ ist im Alter von 46 Jahren gestorben. Erst vor eineinhalb Jahren war sie in den Zoo Karlsruhe gekommen.

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In der Altersresidenz für Asiatische Elefanten ist „Lina“ heute morgen (3. September 2018) gestorben. Die Tierpfleger hatten das 46-jährige Tier gegen 8 Uhr auf die Außenanlage gelassen, kurz darauf wurde sie tot im Wasserbecken aufgefunden. Die Elefantenkuh war am 21. Februar 2017 als Notfalltier im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe aufgenommen worden.

Bei ihrer Ankunft war „Lina“ in einem sehr schlechten körperlichen Zustand, abgemagert und dehydriert, dazu hatte das Tier einen äußerst schlechten Pflegezustand sowie Erfrierungen an der Haut. Die Tierpfleger rund um Revierleiter Robert Scholz schafften es, „Lina“ wieder aufzupäppeln. Auch die regelmäßigen Untersuchungen durch Zootierärztin Julia Heckmann bestätigten den immer besseren gesundheitlichen Zustand.

Im vergangenen November ging es dem Tier dann erstmals wieder schlechter. „Lina“ legte sich ab, ohne selbst wieder hochzukommen. Dreimal musste sie aufgerichtet werden. Bei einer Aktion half sogar die Feuerwehr Karlsruhe mit. Auch davon erholte sich „Lina“ und wurde wieder kräftiger. Das Tier lernte es schnell, sich nur auf die angeschütteten Sandhaufen zu legen, wo es gut wieder hochkam. Den regelmäßigen Zoobesuchern wird vor allem im Gedächtnis bleiben, wenn sie am frühen Morgen die Außenanlage für sich hatte und dort – trotz ihres Alters und ihrer Vorgeschichte – im Wasser und mit den Baumstämmen herumtobte.

Karlsruher Zoo Lina Elefant gestorben tod

„Lina“ wurde 46 Jahre alt. (Foto: Zoo Karlsruhe)

„Wir hatten keinen Hinweis darauf, dass es ihr aktuell nicht gut gehen könnte“, berichtet Tierärztin Heckmann. „Als ‚Lina‘ die ersten Male ins Wasserbecken gegangen ist, haben wir das wegen ihres Zustands und vor allem wegen der teilweisen Rüssellähmung über Wochen immer besonders überwacht“, erläutert Revierleiter Scholz. Sie sei immer gut klargekommen, habe fast täglich, selbst bei Minustemperaturen, im nur 1,5 Meter tiefen Wasserbecken gespielt. „Das ist natürlich tragisch, dass sie jetzt genau an ihrem Lieblingsort gestorben ist“, so Scholz.

Um die genaue Todesursache zu klären, wird das tote Tier im Institut für Tierpathologie der Ludwig-Maximilians-Universität München untersucht. „Wenn solch ein charismatisches Tier stirbt ist es immer schlimm für uns, vor allem aber für die Tierpfleger, die direkt mit ihm zusammengearbeitet haben. Bei einer Altersresidenz ist es normal, dass Tiere sterben. Bei ‚Lina‘ wissen wir jedoch, dass sie in den eineinhalb Jahren bei uns eine schöne Zeit hatte“, betont Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt.

In der Altersresidenz für Asiatische Elefanten werden Tiere aus Zirkussen aufgenommen, die nicht mehr reisen sollen, oder Elefanten, die in anderen Zoos aufgrund ihres Alters oder anderen Problemen nicht mehr in ihren Gruppen bleiben können. „Lina“ kam aus einer osteuropäischen Privathaltung, lebte in einer Gruppe bestehend aus drei Elefanten, die regelmäßig in Zirkussen auftraten. Die anderen beiden Elefanten hatten das Tier aus der Gruppe verstoßen, es war über Monate einzeln in einer alten Halle, die nicht beheizt werden konnte, gehalten worden. Dann entschloss sich der damalige Besitzer, dass Tier nach Karlsruhe abzugeben.

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