Zoo Rostock: Sieben Greifen von Künstler Ené Slawow zum 800. Stadtgeburtstag enthüllt

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Zoo Rostock - Bronze-Greifen
Bildquelle: Zoo Rostock, Joachim Kloock

Sieben Greifen für den Rostocker Zoo zum 800. Stadtgeburtstag: Oberbürgermeister, Zoodirektor und Künstler Ené Slawow tauften die legendären Fabelwesen auf die Namen Rock, Odit, Salem, Terak, Orak, Calfa und Kiara.

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Das große Kindertagfest bot den Rahmen für eine große Willkommensparty: Oberbürgermeister Roland Methling, Zoodirektor Udo Nagel und der Künstler Ené Slawow alias ENEOS haben die neue Greifen-Familie im Rostocker Zoo enthüllt und die einzelnen Familienmitglieder getauft. Die vom Rostocker ENEOS geschaffene Figurengruppe aus Bronze ist anlässlich des 800. Stadtgeburtstags von Rostock in den Zoo eingezogen und nun Teil der Skulpturensammlung auf dem Tierparkgelände. Die sieben Fabelwesen treffen die Zoobesucher auf ihrem Weg zu den Schneeziegen und der Voliere mit den Roten Sichlern hinter dem Regenwaldpavillon im historischen Zooteil.

„Wir waren von der Idee der Greifen-Familie von Anfang an begeistert, da sie die Verbundenheit zur Stadt mit starker Symbolik darstellt. Wir sind aber auch die ersten, die voller Stolz die ersten Jungtiere überhaupt dieser historischen Population präsentieren dürfen“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Wir danken der Firma Sonnenschutz.de-B1 AG für die großzügige Unterstützung, sodass wir das Projekt gemeinsam verwirklichen konnten.“

Kraftvoller Beschützer von Rostock

Auch Oberbürgermeister Roland Methling freute sich über das eindrucksvolle und wertvolle Kunstwerk. Es bereichere nicht nur den Zoo als traditionelle Kunststätte, sondern die ganze Stadt im 800. Jubiläumsjahr und ist eine schöne Ergänzung zu den Greifen am Steintor. „Rostock ist in der Geschichte und Gegenwart von Greifen geprägt, als Wesen mit Kraft und Tatendrang – Eigenschaften, die auch unsere Stadt prägen“, so das Stadtoberhaupt.

Künstler ENEOS im Rostock Zoo mit Greifen

Oberbürgermeister Roland Methling (2.v.re.), Zoodirektor Udo Nagel (re.) und der Künstler Ené Slawow alias ENEOS (3.v.li.) mit seinem Sohn bei der Taufe von Rock, dem Greifen-Vater, hier mit Sponsor Mike Schieferdecker von der Firma Sonnenschutz.de-B1 AG und Hanna Hecht vom Rostocker Zoo-Juniorteam. (Foto: Zoo Rostock, Joachim Kloock)

Ené Slawow hatte bereits die beiden stattlichen Greifen-Plastiken am Steintor gefertigt. „Ich fand es irgendwann aber als Familienvater traurig, dass sie keine Kinder haben und so entstand der erste Junggreif und nach und nach weitere, bis die magische Rostocker Sieben voll war“, so der Künstler. „‘We are a family‘ war mein Gedanke, der auch so perfekt zu unserem großartigen 800. Jubiläumsjahr und den Rostockern passt.“

Die Gruppe besteht aus einem Vater- und einem Muttertier und fünf Junggreifen. Der Künstler hat die sieben Greifen in seinem Atelier in Thailand aus Bronze gegossen und mit einer speziellen Patina versehen. Er hat sich bei der mehrmonatigen Arbeit die Namen ausgedacht und mit dem Rostocker Legendenforscher Dr. Hartmut Schmied abgestimmt. Anfang Mai wurden die sieben Greifen mit dem Schiff in die Hanse- und Universitätsstadt gebracht und im Zoo aufgebaut. Die Elterntiere sind 1,20 Meter hoch und über 200 Kilogramm schwer, der Nachwuchs bringt es auf maximal knapp einen Meter und bis zu 100 Kilogramm.

Als Mischwesen setzt sich der Greif aus einem Adler mit Pferdeohren und dem (eierlegenden) Hinterteil eines Löwen zusammen. Er ist Beherrscher der Erde und der Lüfte und damit ein königliches Symbol. Der Rostocker Greif geht auf eine jahrhundertalte Geschichte zurück. Einst Siegel der damaligen Herren von Rostock und des früheren Fürstentums wurde der Greif im 18. Jahrhundert zum Symbol des Rostocker Stadtwappens. Seitdem dient der Greif in seiner kraftvollen und herrschaftlichen Anmutung nicht nur als mythisches Schutztier der Stadt, sondern schmückt Fassaden, Schilder und Reliefe in der traditionsreichen Hafenstadt.

Ené Slawow alias ENEOS ist seit 1990 freischaffender Künstler und Bildhauer in Rostock, arbeitet aber gut die Hälfte des Jahres in Thailand. Aufmerksame Beobachter finden die Spuren des gebürtigen Malchiners überall im Land, beispielsweise die Skulptur „Esperanza“ als Wahrzeichen auf der Mittelmole in Rostock-Warnemünde, den „Alten Fritz/Friedrich der Große” im Ostseebad Zingst oder die „Sonnenbadende“ im Ostseebad Karlshagen. Aber auch international ist ENEOS unterwegs, unter anderem bei der Formel 1-Weltmeisterschaft in Abu Dhabi mit einer 4,50 Meter großen Pferdeplastik oder demnächst mit Skulpturen für die Art Basel in Miami mit seinem Künstlerfreund ROCKETBYZ.

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