Erlebnis-Zoo Hannover: Ein Eisbär-Baby 2019 als krönender Jahresabschluss?

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Bildquelle: Erlebnis-Zoo Hannover

Die Eisbärdame „Milana“ des Erlebnis-Zoos Hannover ist möglicherweise trächtig. Sicher sind sich die Tierpfleger aber noch nicht. Insbesondere, weil Eisbären stark bedroht sind, freut man sich auf möglichen Nachwuchs Ende 2019.

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Noch ist es ungewiss, ob der Erlebnis-Zoo Hannover Ende des Jahres Zuwachs im Eisbärgehege erwartet. Im Februar 2019 hatte die Eisbärdame „Milana“ ihr erstes Treffen mit dem möglichen Eisbärvater „Sprinter“. Beide leben zusammen in „Yukon Bay“, der 2.600 Quadratmeter großen Anlage mit sämtlichen Unterhaltungsangeboten für die Eisbären aus Hannover.

„Milana“ hat seit der Paarung ordentlich zugelegt und bringt momentan 330 Kilogramm auf die Waage. Um wochenlang ohne Nahrung in der Wurfhöhle zu überleben, legen sich trächtige Eisbärinnen ein Fettpolster zu.

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Sprinter und Milana bei ihrem ersten gemeinsamen Ausflug in Yukon Bay. (Foto: Erlebnis-Zoo Hannover)

Trotz aller Anzeichen ist man sich im Zoo Hannover nicht sicher, ob es tatsächlich Nachwuchs geben wird. Milana ist bei den Tierpflegern als Vielfraß bekannt und war schon immer eine rundliche Eisbärdame. Dass sie nun ein paar Kilogramm mehr auf den Rippen hat, ist kein eindeutiges Zeichen.

Ein Schwangerschaftstest für Eisbären gibt es nicht. Auch sind tierärztliche Untersuchungen ohne Narkose nicht möglich. Daher muss sich der Zoo gedulden und sämtliche Anzeichen ernst nehmen. Tatsächlich werden die meisten Eisbären im November und Dezember geboren. Allerdings weiß es momentan nur „Milana“, was sich unter ihrem dicken Fettpolster verbirgt.

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„Sprinter“ und „Milana“ im Frühjahr 2019. (Foto: Erlebnis-Zoo Hannover)

Vorsorglich haben die Tierpfleger eine Wurfhöhle eingerichtet, in der sie sich verkriechen kann, wann immer sie möchte. Durch die Montage einer Schallschutzwand direkt vor dem Eingang zum Mutter-Kind-Bereich, ist Milana vollkommen ungestört.

„Wir wissen nicht, ob ‚Milana‘ tragend ist“, erklärt der Zoodirektor Andreas M. Casdorff, „aber der Erlebnis-Zoo möchte einen Beitrag zum Erhalt der bedrohten Tierart leisten und wir hoffen es daher sehr.“

Allerdings stellt der zoologische Leiter Klaus Brunsing direkt klar, dass es „Milanas“ erster Nachwuchs wäre. Somit ist sie eine unerfahrene Eisbärmutter. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass das Neugeborene von der eigenen Mutter gefressen wird, wenn es schwach und krank ist. „So ist die Natur, niemand von uns kann oder wird da eingreifen“, so Brunsing.

Eisbären stehen seit 2006 auf der Roten Liste der Naturschutzorganisation IUCN. Daher ist der Eisbärbestand als „gefährdet“ und sogar „rückläufig“ eingestuft. Der Erlebnis-Zoo Hannover engagiert sich für den Erhalt der Eisbären und den Erhalt seines Lebensraumes. Der Zoo ist daher Mitglied im „Europäischen Erhaltungszuchtprogramm“ (EEP) für Eisbären.

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