Sibirische Tiger-Babys im Erlebnis-Zoo Hannover erobern ihr Reich

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Tiger Babys Hannover
Bildquelle: Erlebnis-Zoo Hannover

Fellknäuel auf Riesentatzen: Die Sibirischen Tiger-Drillinge im Erlebnis-Zoo Hannover erobern ihr Reich. Besucher können die Jungtiere mit etwas Glück ab sofort täglich sehen.

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Die ersten acht Wochen verbrachte der am 12. April 2019 geborene Nachwuchs der Sibirischen Tiger im Erlebnis-Zoo Hannover in der kuscheligen Wurfbox hinter den Kulissen. Jetzt sind die Drillinge groß genug, um ihr Reich im Dschungelpalast zu erobern.

Und dort gibt es viel zu entdecken: Raschelnder Bambus, weicher Sand, Wasser, Wind. Säulen und Stufen wollen erklettert, Holzstämme zerkratzt, Grashalme erlegt werden. Unter den wachsamen Augen von Mutter „Alexa“ schleichen die Drillinge durch das hohe Gras, pirschen sich an Schmetterlinge an, plantschen im Wasser – um dann gleich wieder bei Alexa „Schutz“ zu suchen und ausgiebig mit ihr zu toben.

„’Alexa‘ zeigt sich auch auf der Außenanlage als sehr fürsorgliche Mutter“, erklärt Tierpflegerin Dörte Burdorf, „sie lässt den Kleinen Entdeckungsraum, holt sie aber gleich wieder zu sich, wenn einer ruft oder ihr etwas nicht geheuer ist.“ Keine leichte Aufgabe bei den quirligen Drillingen, die gerne in verschiedenen Richtungen unterwegs sind…

Noch werden die mittlerweile rund sieben Kilogramm schweren Mini-Tiger allerdings schnell müde und sind daher in den kommenden Tagen erst einmal stundenweise zu sehen. Von 12.30 Uhr bis 14 Uhr haben die Tiger die Möglichkeit, ihr Gehege zu erkunden – wenn sie denn möchten. „Die Öffnung zu ihrer vertrauten Wurfhöhle bleibt geöffnet, damit sich Mutter und Kinder immer zurückziehen können, falls sie das möchten“, erklärt Dörte Burdorf. „Aber die Kleinen werden zusehends kräftiger und neugieriger und werden dementsprechend von Woche zu Woche länger draußen bleiben“, so die Tierpflegerin.

Tiger-Babys Erlebnis-Zoo Hannover 2019 Mutter Dschungel

Alexa mit ihren drei Tigerbabys im Dschungelpalast. (Foto: Erlebnis-Zoo Hannover)

Vater „Aljoscha“ hat seinen Nachwuchs übrigens noch nicht kennengelernt, sondern bleibt dem Wurf lehrbuchmäßig fern. Kommen die Kleinen zurück von ihrer Entdeckungstour, erkundet er die Außenanlage und alle Spuren, die die Drillinge mit den Minitatzen hinterlassen haben.

„Alexa“ (4) und „Aljoscha“ (4) kamen 2017 im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes nach Hannover (wir berichteten). Der Sibirische Tiger, auch Amur-Tiger genannt, ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ eingestuft. In Russland leben nur rund 500 Tiere in freier Wildbahn. Die größte Bedrohung für den Sibirischen Tiger ist die Wilderei, der Verlust des Lebensraumes und der Mangel an Beutetieren – Schuld daran ist der Mensch.

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