Anzeige

Erlebnistierpark Memleben Erfahrungen & Bewertungen

Anzeige
Erlebnistierpark Memleben wurde im Durchschnitt mit 3,5 von 5 möglichen Punkten bewertet. Die Weiterempfehlungsrate liegt bei 50 %. Jetzt selbst bewerten!

Im Anschluss siehst du die neuesten Bewertungen und Erfahrungsberichte zu Erlebnistierpark Memleben.

Bin nicht Deutscher, verstehe aber Spaß
am 21. Dezember 2019

Schönes Familienerlebnis

Tollen Tag dort gehabt, schönes Eisenbahnerlebnis mit viel Humor und Witz gestaltet. Personal sehr freundlich, essen war gut, Tiergehege alle sauber, der perfekte Familienpark mit Kinder bis 12 Jahre.

Mensch
am 19. Dezember 2019

Rassistische Attraktion für Kinder

Ich besuchte den Tierpark Memleben im Sommer 2019 mit meiner Familie und war bereits beim Eintritt geschockt. Direkt am Eingang befand sich die erste Attraktion "Kongo Bahn" (Bild1) welche auf der Internetseite des Tierparks als "Toller Eisenbahnspaß für große und kleine Gäste - Die lustige Bimmelbahn braust durch Afrika und Sie sind die Fahrgäste!" beworben wird. Dieser Eisenbahnspaß für Kinder zeigt sich allerdings als entwürdigende, rassistische und diskriminierende Karikatur schwarzer Menschen welche, mit Fratzenartigen Gesichtern um einen Kochtopf mit einem weißen Wissenschaftler als Inhalt stehend, als Kannibalen dargestellt werden. Daneben ein Schild mit der Aufschrift „ Wissenschaftler Schnitzel, Zigeuner Schnitzel, …“. Zudem steht auf einem an der Außenseite des Zaunes angebrachtem Schild wortwörtlich „Gebimmelbahn durch das Land der Kannibalen“. (Bilder 2+3) Nicht nur im Hinblick auf die grauenhafte Tatsache, dass vorwiegend schwarze Menschen bis in das 20. Jahrhundert hinein in Zoos zur Schau gestellt wurden, sondern auch im Hinblick darauf, dass es sich bei dem Tierpark Memleben um einen Park mit Anspruch auf Wissensvermittlung für Kinder und Erwachsene handelt, ist es eine Schande diese Art des Vergnügens im Jahr 2019 auf diese Art und Weise aufrechtzuerhalten. Die Darstellungen und Bezeichnungen diffamieren und beleidigen die im Kongo lebende und aus dem Kongo stammende Bevölkerung und Kultur. Ich sehe, dass die Gerätschaften und Objekte vor ca. 40 - 50 Jahren bereits existiert haben müssen, sie sind jedoch ebenso wie die genannten rassistischen Bezeichnungen absolut nicht mehr zeitgemäß und sollten ohne Diskussion entfernt werden. Auch wenn Kinder diese Art der Darstellung nicht bewusst wahrnehmen, reflektieren und es den Kindern natürlich Freude bereitet, dass sie mit der Bimmelbahn fahren können, ist es ein Bild voller Vorurteile und Diskriminierung, dass sich in deren Gedächtnis, ob gewollt oder nicht, einschreibt und deren Sicht auf schwarze Menschen prägt. Wir als Eltern und vor allem der Betreiber des Parks, zu welchem ich nachfolgend ein paar Worte schreiben werde, sind verantwortlich dafür unsere Kinder vor der Übernahme rassistischer und diskriminierender Bilder und Denkmuster zu schützen, um eine menschenwürdige Umgebung ohne Rassismus für Jedermann herzustellen und ein friedliches und respektvolles Miteinander unterschiedlichster Menschen zu ermöglichen. Es ist unsere Verantwortung Menschen anderer Herkunft oder Ethnie vor rassistischen Übergriffen dieser Art zu bewahren. Dazu gehört es althergebrachte Strukturen zu erkennen, überdenken, kritisch zu hinterfragen und schließlich aufzubrechen und aufzuarbeiten. Was den Betreiber betrifft kann ich zu meinem Bedauern nur meine Empörung und Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Nachdem ich erkannt habe worum es sich bei der "Kongo-Bahn" handelt, ging ich auf zwei Mitarbeiter zu, welche dabei waren Kisten zu stapeln. Ich sprach sie darauf an, dass ich die Darstellung als absolut rassistisch, nicht zeitgemäß und fehl am Platz empfinde. Einer der beiden antwortete mir, dass damit niemand beleidigt werden solle und es sich um einen reinen Kinderspaß handele. Ich sprach sie auf das Schild "Willkommen im Land der Kannibalen" an, woraufhin mir geantwortet wurde, dass das ja heute immer noch so sei, dass es dort Kannibalen gibt. Auf meine Frage hin woher er diese Information hat und ob er denn schon einmal in Kongo war kam nur noch der Hinweis, dass ich eine Beschwerde via E-Mail einreichen kann. Ich stimmte dem zu und fragte nach dem Namen des Vorgesetzten. Er weigerte sich mir den Namen zu nennen und wiegelte mich ab. Da ich die Namensschilder der beiden zur Kenntnis genommen hatte, stellte sich durch einen Blick auf die Homepage heraus, dass ich mit dem Chef und Betreiber persönlich gesprochen haben muss. Beide Männer zeigten sich äußerst unreflektiert, uneinsichtig und durch ihr Verhalten feige. Leider sehe ich anhand der Vielzahl positiver Bewertungen des Parks im Internet, dass auch auf Seiten der erwachsenen Besucher jegliches Bewusstsein, den Rassismus in diesen Dingen zu erkennen und zu bekämpfen fehlt. Ich hoffe darauf, dass meine öffentlichen Hinweise auf diesen nicht zu tolerierenden Zustand dazu beitragen, dass mehr Menschen den Besitzer darauf ansprechen und eine Umgestaltung dieses Bereiches des Tierparks stattfindet! Nach diesem ersten Schock, ist es mir unmöglich dem Rest der Anlage etwas Positives abzugewinnen. Dennoch fahre ich die Bewertung der Vollständigkeit zu liebe fort. Das negative Erleben wurde durch die Haltung eines, auf einem geschätzt maximal 100 qm großen Gehege, erwachsenen Tigers unterstrichen. Für mich ist es äußerst fragwürdig wie der Tierpark die Auszeichnung „Tierschutzpreis Sachsen- Anhalt 2016“ erhalten konnte. Die Hunde in der Hundeshow hatten offensichtlich Angst vor der unfreundlichen Tiertrainerin. Das einzig Beeindruckende waren die Artisten der Zirkusshow. Die Eintrittspreise waren absolut nicht verhältnismäßig zu den gebotenen „Attraktionen“. Der Besuch des Tierparks Memleben, war für meine Familie und mich ein äußerst negatives Erlebnis, welches mich bis jetzt beschäftigt. Bevor die genannten Missstände nicht behoben wurden, würde ich absolut von einem Besuch abraten.

Ich würde Erlebnistierpark Memleben...

Anzeige
Anzeige