Polen-Tour 2018 - Tag 1/2: Anreise und Energylandia

Dieses Thema im Forum "Tourberichte" wurde erstellt von Timur, 9. August 2018.

  1. Timur

    Timur Moderator

    Willkommen zu den Tourberichten von unserer diesjährigen Polen-Tour!

    Für @Florian, @Alex und mich war es letzte Woche Dienstag so weit und es ging per Flugzeug nach Krakau. Der Flug ging ohne größere Probleme über die Bühne, obwohl unsere Airline (Ryanair) noch ein paar Tage zuvor streikte und es somit wohl bei zahlreichen anderen Flügen zu großen Verspätungen kam.
    Vom Flughafen sind wir direkt mit dem Zug zum Hotel. Eigentlich war geplant am restlichen Nachmittag/Abend die Innenstadt von Krakau zu erkunden, allerdings machte uns ein Gewitter einen Strich durch die Rechnung. Dementsprechend haben wir uns mit den verfügbaren deutschen Fernsehsendern im Hotel (RTL und VOX, juhu!) zufriedengegeben.

    Nach einem Abend voller Fremdscham und purer Fassungslosigkeit, was auf diesen besagten Sendern lief, ging es am nächsten Morgen mit dem Taxi zum Krakauer Busbahnhof. Von dort fuhr der Shuttle-Bus direkt zum Energylandia - alles hat reibungslos funktioniert.
    Dort angekommen hieß es zunächst Tickets kaufen. Für 119 Zloty, also umgerechnet rund 28€ war dies ebenfalls ein fairer Preis für das gebotene.

    Wir haben zunächst noch drei Achterbahnen gecountet - Alex wollte Hyperion als 200. Count haben (für mich hat es leider nicht ganz zur 200 gereicht, bin nach der Tour bei 192 geblieben).

    Zunächst ging es somit zum "Viking Roller Coaster" - ein Spinning Coaster von SBF Visa, welcher den Spinning Mäusen auf der Kirmes ziemlich stark ähnelt. Der wohl größte Unterschied dabei sind allerdings die grandiosen Schulterbügel im Zug, welche gerade bei den Mauskurven sehr angenehm sind, und die ebenfalls sehr durchwachsenen Fahreigenschaften.

    Im Anschluss führte uns die Reise zum benachbarten Vekoma Family Boomerang namens "Boomerang". Die Wartezeit war hier mit ca. 20 Minuten doch relativ hoch, allerdings war die Warteschlange - wie auch fast alle anderen Queues im Park - vollständig mit Sonnenschirmen überdacht. Die Achterbahn zählt zum Boomerang-Modell namens "Rebound", also auch nur eine Standard-Achterbahn. Ich persönlich sehe die Bahn unter den Family Boomerangs, die ich gefahren bin (Raik, Tweestryd) an letzter Stelle. Dennoch ist es eine solide Familienachterbahn.

    Der nächste Count war ebenfalls eine Standard-Variante: Dieses Mal handelte es sich dabei um einen Vekoma Junior Coaster mit 335 Metern Länge, der den Namen "Energus Roller Coaster" trägt. Wartezeit betrug dabei über 30 Minuten. Immerhin hatte die Bahn bereits die neueren Bügel von Vekoma verbaut, also dieselben, wie bei Raik im Phantasialand

    Nun war es endlich so weit: Es ging für uns zu Hyperion. Die angezeigte Wartezeit am Eingang lag bei gerade mal 10 Minuten - natürlich perfekt für uns. Die Queue selber ist irgendwie ein wenig merkwürdig: Der erste Teil hat eine geniale futuristische Thematisierung, bei der eine schöne Atmosphäre aufkommt. Nach zwei Räumen der Warteschlange geht es direkt über dem Ende der Warteschlange einige Etagen hinauf, nur um diese im Anschluss wieder außerhalb des Gebäudes wieder herabzulaufen, wodurch sämtliche Stimmung, die zuvor aufgebaut wurde, verschwindet.
    Wie dem auch sei, kurz vor der Station wird die Warteschlange in vier Gruppen unterteilt: Erste Reihe, Restliche Reihen und Single Rider. Ist dennoch recht schlecht gelöst, da die Single Rider Schlange nicht ausreichend beschildert ist.

    Wir haben uns zunächst für die letzte Reihe entschieden - definitiv kein Fehler. Aus der Station hinaus geht es auf den 77 Meter hohen Lifthill, welchen man bereits mit einer recht hohen Geschwindigkeit erklimmt. Anschließend geht's in den grandiosen First Drop, der scheinbar gar nicht enden will. Kurz darauf findet man sich in einem Camelback wieder, der mit grandioser Ejector Airtime punkten kann. Die restliche Fahrt überzeugt voll uns ganz mit der durchgehend sehr hohen Geschwindigkeit, Ejector Airtime ohne Ende, den sehr schnellen Umschwüngen, bei denen man seitlich aus den Sitz gerissen wird und noch einiges mehr. Diese Achterbahn ist wirklich mit großem Abstand meine Lieblingsachterbahn geworden und ich gratuliere dem Energylandia wirklich zu so einer tollen Neuheit!
    Die vordere Reihe ist sehr ähnlich zu den hinteren, dort gibt es zwar noch etwas stärkere Ejector Airtime, allerdings ist der First Drop nicht ganz so gut, wie hinten.

    Nach zwei grandiosen Fahrten mussten wir unserer Pflicht als Counter weiter geben und haben die Kiddie-Counts abgearbeitet, hier eine Auflistung:

    "Frutti Loop Coaster" - Big Apple von unbekanntem Hersteller: Besonders dabei ist, dass die Bahn um ca. 3 Meter quasi "gestreckt" wurde, sodass es dort komische Geraden gibt

    "Circus Roller Coaster" - Dragoon Coaster von SBF Visa: Die Bügel bei der Achterbahn gingen bei mir nicht zu, da diese nur auf Kinder ausgelegt sind. Der Ride OP sagte mir, ich solle diesen einfach nur während der Fahrt festhalten, weshalb ich prinzipiell mit offenem Bügel gefahren bin.

    "Mars" - Kinderachterbahn von SBF Visa: Wirklich nicht der Rede wert

    "Happy Loops" - SBF Visa Compact Spinning Coaster (3 Loops): Mein erster Compact Spinning Coaster von SBF... die Bahnen sind wirklich mehr Lifthill, als Abfahrt... da finde ich tatsächlich sogar jeden Wacky Worm besser.

    Euch ist sicherlich aufgefallen, dass von 8 Achterbahnen, die wir bereits gefahren sind ganze 5 von SBF Visa sind. Das ist nicht nur bei den Achterbahnen so, sondern auch bei den Flatrides. Nahezu alle anderen Fahrgeschäfte sind von SBF Visa. Es wirkt wirklich so, als habe man den ganzen Katalog von denen bestellt.

    Nach diesen actionreichen Kinderachterbahnen führte uns der Weg ins F1-Restaurant. Dort gibt es Pizza und Pasta sowie Salate. Das Preis-/Leistungs-Verhältnis ist wirklich sehr gut und man erhält wirklich riesige Portionen zu fairen preisen. Lediglich die Wartezeit auf die Pizzen lässt zu wünschen übrig.

    Im Anschluss verschlug es uns zur Achterbahn "Speed" - ein Water Coaster von Intamin. Für mich war es nicht der erste dieser Art: Vor zwei Jahren bin ich bereits den "Typhoon Coaster" im Land of Legends (Türkei) gefahren und konnte die Bahn daher ganz gut vergleichen.
    "Speed" war die bessere Achterbahn, allerdings konnte mich der "Typhoon Coaster" durch seinen gelungenen Darkride-Part noch mehr überzeugen. Bei beiden Bahnen ist das Layout dennoch nicht wirklich das Beste vom Besten - dennoch erfüllen sie ihren Zweck die Fahrer zu durchnässen ganz gut.

    Der "Dragon Roller Coaster" war die nächste Achterbahn für uns. Hierbei handelt es sich um einen Suspended Family Coaster von Vekoma. Die Bahn hat ein sehr spaßiges Layout und lädt zu Wiederholungsfahrten ein

    Direkt nebenan befindet sich die Achterbahn "Formula", ein Launch Coaster von Vekoma. Eine wirklich sehr spaßige Anlage mit knackigem Launch, aber doch recht kurzer Fahrzeit. Sie bietet dennoch intensive Airtime und nette Inversionen.

    Als Abschluss des Tages führt uns der Weg zum Vekoma SLC des Parks: "Roller Coaster Mayan". Mit dem Baujahr 2015 ist diese Achterbahn der neueste SLC von Vekoma - und dieser hat sogar Westenbügel! Und ja, die Bahn hat geschlagen. Und das auch nicht wenig. Allerdings ist es durch die Bügel absolut in Ordnung und ich würde die Bahn erneut fahren. Florian und Alex, ihren Reaktionen nach zu beurteilen, jedoch nicht.

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    Generell kann ich zum Park sagen, dass ich die Besuche wirklich sehr stressig dort fand. Dies hat verschiedenste Gründe. Haupt-Kritikpunkt ist, dass der Park extremst vollgestellt mit Attraktionen ist. Es gibt keine einzige Stelle, an der man sich kurz hinsetzen kann und seine Ruhe hat, sondern immer fährt entweder eine Achterbahn an einem vorbei, oder die nervtötende Musik lässt gefühlt dein Trommelfell reißen. Aber dennoch würde ich das Energylandia erneut besuchen - allein wegen den größeren Achterbahnen!

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    Das waren auch schon Tag 1 und 2 von unserem Trip. Am nächsten Tag ging es zu Legendia und am letzten Tag erneut ins Energylandia. Die restlichen Berichte folgen in den nächsten Tagen. Im zweiten Energylanda-Bericht, werde ich auch auf die anderen Attraktionen dort eingehen.

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    Danke fürs Lesen.

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  2. Cathy

    Cathy Member

    Hallo Timur
    Schöner Bericht . Kannst du das mit den Count erklären was das ist ?
     
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  3. Sandro

    Sandro Member

    Man countet Achterbahnen. Das heißt jede Achterbahn die man noch nicht gefahren ist gibt einen weiteren Count. Also wenn du z.B. nach Tripsdrill gehst und vorher einen Coaster Count von 30 hast und du dann in Tripsdrill alle Achterbahnen fährst hast du einen Count von 34 da dort 4 Achterbahnen stehen. Gibt auch eine Website wo man das alles eintragen kann die einfach Coaster Count heißt.
     
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  4. Cathy

    Cathy Member

    In welchem Zeitraum läuft das oder zählen die im Leben gefahrene Achterbahnen?
     
  5. Sandro

    Sandro Member

  6. DominikS

    DominikS New Member

    Schade, dass der 2. Teil nie kam...
     

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