Orang-Utan in Hellabrunn tot: Münchner Tierpark trauert um 49-jährigen „Bruno“

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Hellabrunn Orang Utan Bruno tot
Bildquelle: Tierpark Hellabrunn, Sarah Held

Am Donnerstag, den 19. Juli 2018, ist Orang-Utan „Bruno“ im hohen Alter von 49 Jahren gestorben. Der Gesundheitszustand des Orang-Utans, der 1969 in Hellabrunn gemeinsam mit Zwillingsschwester „Hella“ zur Welt kam, verschlechterte sich in den letzten Tagen erheblich, sodass eine interne Kommission am frühen Donnerstagnachmittag entschied, Bruno zu erlösen und einzuschläfern.

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Zwar ging es „Bruno“ in den letzten Wochen und Monaten seinem Alter entsprechend gut, jedoch erlitt er in den vergangenen Jahren bereits zwei Herzinfarkte, infolge derer er unter Kreislaufproblemen litt. Seit einem großen Gesundheitscheck im Jahr 2017, bei dem „Bruno“ in Narkose gelegt und wortwörtlich auf Herz und Nieren untersucht wurde, ging es dem Orang-Utan-Männchen wieder besser. Jedoch stand er unter ständiger Beobachtung des Hellabrunner Tierärzteteams. Nachdem sich „Brunos“ Gesundheitszustand im Laufe der Woche immer weiter verschlechterte und er immer schwächer wurde, beschloss eine gemeinsame Kommission aus der Tierpark-Direktion, den zuständigen Tierpflegern, der Bereichsleitung, der zoologischen Leitung und den Tierärztinnen, „Bruno“ von seinen Beschwerden zu erlösen. Mit seinen 49 Jahren war „Bruno“ einer der ältesten Orang-Utan-Männchen in menschlicher Obhut.

Bruno wurde am 18. Februar 1969 in Hellabrunn geboren. Nachdem seine Mutter „Kessi“ ihn und Zwillingsschwester „Hella“ nicht annahm, wurden die beiden Jungtiere ins Schwabinger Krankenhaus gebracht und in den ersten Monaten auf der dortigen Frühgeborenen-Station versorgt. Später wurden die beiden Zwillinge im Tierpark Hellabrunn von Hand aufgezogen. Im Laufe seines Lebens sorgte „Bruno“ für über dreißig Nachkommen in Hellabrunn.

Tierpark-Direktor Rasem Baban: „Es ist sehr traurig, dass wir uns mit ‚Bruno‘ in diesem Jahr von einer weiteren Tier-Persönlichkeit verabschieden müssen, die Jahrzehnte in Hellabrunn lebte und für viele Besucher ein vertrauter Bewohner war. Die Entscheidung, den Orang-Utan-Mann zu erlösen, ist uns nicht leicht gefallen. Jedoch hat „Bruno“ uns heute deutlich gezeigt, dass er nicht mehr konnte und nicht mehr wollte.“

Nach dem Tod von „Bruno“ wird die Hellabrunner Orang-Utan-Gruppe nun erst einmal ohne männliches Oberhaupt bleiben. Die Orang-Utan-Familie im Tierpark besteht derzeit aus den drei erwachsenen Weibchen „Matra“, „Sitti“ und „Jahe“, den Heranwachsenden „Jolie“ und „Isalie“ sowie den drei Jungtieren „Quentin“, „Quinn“ und „Ronda“.

Wie alle Tiere, die in Hellabrunn sterben, wird auch Orang-Utan „Bruno“ in der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München pathologisch untersucht werden.

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