Brasilianische Austauschschülerin in Tier- und Freizeitpark Thüle: Maria Clara erlebt Praktikum

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Tier- und Freizeitpark Thüle Austausch Maria Clara
Bildquelle: Martin Pille, Tier- und Freizeitpark Thüle

Maria Clara aus Braslien erlebt im Tier- und Freizeitpark Thüle zurzeit ein ganz besonderes Praktikum. Für ein Jahr hilft sie bei der Versorgung der Tiere und ist bislang begeistert von dem Job. Auch der Park ist zufrieden.

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Der Temperaturunterschied beträgt aktuell rund 20 Grad Celsius zwischen ihrer Heimat Brasilien und Deutschland. Statt Sommer und Sonne in Presidente Prudente, eine Stadt mit 200.000 Einwohnern im Bundesstaat Sao Paulo, füttert Maria Clara Palmeira Lopes Zanetti gerade Susi, das Tapir im Tier- und Freizeitpark Thüle mit Äpfeln.

Das Tier mit dem charakteristischen kurzen Rüssel und die Totenkopfäffchen im Zoo sind sofort zu ihren Lieblingstieren geworden. „Sie stammen ja auch aus Südamerika“, fügt sie lächelnd hinzu. Und über das ganze Gesicht muss sie grinsen, als sie zugibt, dass Döner und deutsche Schokolade inzwischen zu ihren Lieblingsspeisen in Deutschland gehören.

Für ein Jahr hat Maria das hektische Leben in der brasilianischen Großstadt, benannt nach dem dritten brasilianischen Präsidenten Prudente de Morais, gegen das beschauliche Dorfleben in Bissel getauscht, wo gerade mal 298 Menschen leben. Sie ist über das international renommierte Rotary-Schüler-Austauschprogramm in das Dorf in Deutschland gekommen.

Tier- und Freizeitpark Thüle Austausch Maria Clara

Maria Clara lebt für ein Jahr in Deutschland. (Foto: Martin Pille, Tier- und Freizeitpark Thüle)

Alexandra Grothaus, selbst Rotary-Mitglied, bot ihr ein Tiergarten-Praktikum an. Maria griff sofort zu, denn sie liebt Tiere, hat aber in der Großstadt kaum Gelegenheit zu Kontakten mit ihnen. In kurzer Zeit war sie Mitglied des Teams und packt mit an. Sie nutzt die Zeit, „ein neues Land, seine Bevölkerung und Lebensgewohnheiten, seine Kultur kennenzulernen, und andererseits als Botschafter im Gastland über meine Heimat berichten zu können“.

So ist sie der Meinung, dass die Zerstörung des Regenwaldes in Brasilien dringend gestoppt werden müsse, angefangen bei den verheerenden Waldbränden dort. Maria möchte aber auch hinter die Klischees und Vorurteile in ihrem Gastland schauen: „Das macht Spaß, und es ist spannend, ein neues Land kennenzulernen und sich eine eigene Meinung zu bilden.“

Für die Tiergarten-Chefin ist es selbstverständlich, den Zoo für einen solchen Austausch zu öffnen: „Ich glaube, dass die Welt durch den Austausch etwas besser wird. Echte Begegnungen mit fremden Kulturen und Lebensweisen lassen Vorurteile gar nicht erst entstehen.“

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