Tier- und Freizeitpark Thüle: So wird das Otter-Baby mit der Hand aufgezogen!

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Tier- Freizeitpark Thüle Otterbaby Fütterung
Bildquelle: Tier- und Freizeitpark Thüle, Martin Pille

Von vier Otter-Babys im Tier- und Freizeitpark Thüle überlebte nur eines – und das muss mit der Hand aufgezogen werden. „Pikachu“ beansprucht die Aufmerksamkeit von Dr. Claudia Wiese sowohl am Tag als auch in der Nacht.

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Das Leben des Otter-Babys begann mit einer Katastrophe: Seine Mutter hatte keine Milch mehr für ihre vier gerade geborenen Jungen. Drei starben, „Pikachu“, wie er nach dem Pokemon getauft wurde, überlebte dank Dr. Claudia Wiese, Tierärztin des Tier- und Freizeitparks Thüle. Seit dem liegt auf dem Schreibtisch der Veterinärin neben den Akten auch Fläschchen mit Katzenmilch und Fütterungsspritzen.

Alle drei Stunden sieht der possierliche Kerl seine „Mutter“ mit seinen Knopfaugen an und öffnet seine zuckersüße Schnauze. Bei der Tierärztin hat das possierliche Gesicht des Otter-Babys Brutpflegeverhalten wie „Beschützen“ und „Füttern“ als Schlüsselreiz ausgelöst, rund um die Uhr. „Und das müssen sie wörtlich nehmen“, sagt Wiese, „denn alle drei Stunden braucht der tag- und nachtaktive Otter seine Ration, und daneben auch ganz viel Liebe“.

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Das Otter-Baby ist sehr zutraulich. (Foto: Tier- und Freizeitpark- Thüle, Martin Pille)

Als die Pfleger das Malheur entdeckten, war das herzige Tier völlig unterzuckert und unterkühlt. Die Tierärztin verabreichte ihm Zuckerlösungen und Elektrolyte. Und viel Liebe und Wärme. „Er schlief auch schon mal unter meinem T-Shirt, damit er meinen Herzschlag spüren konnte“, sagt die Ersatzmutter, die ihren Pflegling sofort ins Herz geschlossen hat. Wie auch ihre Mitarbeiter, die alle daran beteiligt sind, ihr Waisenkind aufpäppeln.

Tier Freizeitpark Thüle Otterbaby Büro

Das Otter-Baby hält alle auf Trab. (Foto: Tier- und Freizeitpark- Thüle, Martin Pille)

Nach Feierabend nimmt sie ihn mit nach Hause, wo sie sich die nächtliche Fütterungsarbeit mit Bruno Grabbert teilt, der Lebensgefährte der Tierärztin und zoologischer Leiter des Tier- und Freizeitparks Thüle. Denn schließlich muss auch mal geschlafen werden. In einigen Wochen kommt „Pikachu“, der zu den Kurzkrallenottern gehört, zu seinen Artgenossen in ein eigenes Gehege im Tierpark. Dann hat er das Zeug, ein neuer Star unter den Tieren zu werden. Denn Otter gelten als zutraulich, fressen gerne auch aus der Hand und halten sich gerne in Besuchernähe auf, so dass sie schön beobachten werden können. Sie wirken auf den Beobachter so, als wären sie in einem immerwährenden Wellnessurlaub.

Und irgendwann wird sich „Pikachu“ umschauen nach einer Lebensgefährtin und selbst Junge haben, die dann so ausschauen wie er jetzt: völlig entspannt und einfach zum Knuddeln.

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