Tierpark Hellabrunn bietet Sumpfschildkröten neues Zuhause

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Tierpark Hellabrunn Sumpfschildkröten
Bildquelle: Tierpark Hellabrunn

Im Tierpark Hellabrunn haben die Sumpfschildkröten im Mai 2019 ihr neues Domizil bezogen. Die insgesamt sieben, in der freien Natur seltenen Tiere leben nun im Dorfteich in dem Bereich Mühlendorf.

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Pünktlich zum Welt-Schildkröten-Tag, der jährlich am 23. Mai 2019 stattfindet, sind die Hellabrunner Sumpfschildkröten vom Wassergraben bei den Roten Pandas in ihr neues Zuhause umgezogen. Ab sofort leben die sieben Europäischen Sumpfschildkröten in der passenden Geozone, genauer im Dorfteich im Mühlendorf.

Die Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige Schildkrötenart, die – wenn auch selten – in Deutschland und Mitteleuropa natürlich vorkommt. Die hauptsächlich tierische Nahrung fressenden Schildkröten leben überwiegend im Wasser, bevorzugt in Teichlandschaften. So ist der Dorfteich im Mühlendorf die optimale Umgebung für die Sumpfschildkröten.

„Zum Herz der Geozone Europa gehören nicht nur alte Haustierrassen, sondern selbstverständlich auch heimische Reptilienarten“, so Tierpark-Direktor Rasem Baban. Weiter verrät er: „Und die Sumpfschildkröten werden nicht die einzige Reptilienart bleiben. Mit der Eröffnung des zweiten Bauabschnittes im Sommer dieses Jahres wird es auch heimische Eidechsen zu sehen geben.“

Tierpark Hellabrunn Sumpfschildkröten Teich

Viele Schildkröten zählen weltweit zu den bedrohten Tierarten. (Foto: Tierpark Hellabrunn)

Als wechselwarme Tiere können Sumpfschildkröten, wie alle anderen Schildkrötenarten, ihre Körpertemperatur nicht selbst aufrechterhalten. Deshalb verbringen sie einen Großteil des Tages in der Sonne, um sich aufzuwärmen. Steht der Winter an und damit die nahrungsknappe Zeit, fallen die Tiere in eine Kältestarre. Unter Wasser im Schlamm eingegraben verharren sie, ohne zu fressen und mit reduzierter Atmung.

Weltweit gibt es mehr als 300 Schildkrötenarten, viele davon sind laut der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN bedroht. Der Welt-Schildkröten-Tag am 23. Mai soll auf die Bedürfnisse der durch menschliche Einflüsse gefährdeten Reptilien aufmerksam machen und auf Schutzprojekte hinweisen. Denn Schildkröten bevölkerten bereits vor mehr als 220 Millionen Jahren die Erde und gehören damit zu den am längsten existierenden Lebewesen.

Im Tierpark Hellabrunn leben neben den Europäischen Sumpfschildkröten noch fünf weitere Schildkrötenarten, darunter die bis zu 200 Kilogramm schwere Aldabra-Riesenschildkröte sowie die rund zehn Zentimeter kleine Ägyptische Landschildkröte.

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