Tschernobylkinder besuchen Tier- und Freizeitpark Thüle: Kinder aus Weißrussland finden Ablenkung

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Tschernobylkinder im Freizeitpark Thüle
Bildquelle: Tier- und Freizeitpark Thüle/Martin Pille

Eine Gruppe von Tschernobylkindern, die sich derzeit im Landkreis Cloppenburg erholt, war zu Gast im Tier- und Freizeitpark Thüle. Dort fanden sie die perfekte Ablenkung von ihrem alltäglichen Leben.

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Sommer, Sonne, Ferien – was könnte es für die Schulkinder in diesen Tagen Schöneres geben? Erst recht, wenn sie aus Weißrussland kommen und Vergnügungsparks wie den Tier- und Freizeitpark Thüle nicht kennen. Park-Geschäftsführerin Alexandra Grothaus hatte alle Tschernobylkinder mit ihren Betreuern, die sich jetzt für einige Wochen im Landkreis Cloppenburg erholen, zu einem kostenlosen Besuch eingeladen.

Einigkeit herrschte am Ende bei allen: „Wir haben wirklich etwas Wildes erlebt.“ Denn das Erfolgsrezept des Tier- und Freizeitparks zog sofort bei den kleinen Gästen aus der verstrahlten Region um Reschiza in der Nähe der russischen Grenze: Nervenkitzel, Abenteuer und Entspannung pur. Kraft sollen sie tanken, unbelastete Lebensmittel essen und frische Luft atmen. In der weißrussischen Stadt kann niemand garantieren, dass die Lebensmittel vom Markt nicht immer noch verstrahlt sind.

Auch wenn die Kinder zwischen neun und zwölf Jahren lange nach dem Super-Gau geboren wurden, spielen die Katastrophe und die Gefahr, die von radioaktiver Strahlung ausgeht, dennoch eine Rolle in ihrem Leben. Noch heute leiden die Menschen in den Gebieten rund um Tschernobyl unter der Strahlenbelastung: „Es gibt viele Schilddrüsenerkrankungen, Probleme mit den Atemwegen, Störungen des Immunsystems und Konzentrationsstörungen“, bestätigen die Betreuer schon seit Jahren bei ihren Besuchen im Landkreis. „Unsere Ärzte sagen, dass die radioaktive Strahlung dafür verantwortlich ist.“

Da kam die Ablenkung in der Thüler Anlage gerade recht. Im Park gab für jedes Kind eine passende Spielmöglichkeit. Da war für jeden etwas dabei, denn an allen Ecken und Enden gab es etwas Neues zu entdecken. Für Alexandra Grothaus war es selbstverständlich, das Projekt des Arbeitskreises „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ zu unterstützen und eine Einladung auszusprechen: „Uns geht es allen so gut, da ist es nur selbstverständlich, dass man etwas zurückgibt.“

Mit vielen schönen und aufregenden Eindrücken verließen die Kinder erst den Tier- und Freizeitpark, als geschlossen wurde. Der Ausflug war für alle ein einzigartiges und aufregendes Erlebnis. In den nächsten Tagen geht es wieder zurück nach Belarus.

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