Vor Rückkehr in den Zoo Rostock: Eisbärin „Vienna“ in Frankreich gestorben

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Eisbär Vienna gestorben - Zoo Rostock/Frankreich
Bildquelle: Joachim Kloock/Zoo Rostock

„Vienna“ sollte ihren Ruhestand ab Herbst im neuen „POLARIUM“ des Zoo Rostock genießen. Die hochbetagte Eisbärendame starb jedoch am Samstag im französischen Zoo La Palmyre, in dem sie übergangsweise untergebracht war.

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„‚Vienna‘ hat 26 Jahre in unserem Zoo gelebt und mit dem unvergesslichen Eisbärenmann ‚Churchill‘ sechs Jungtiere zur Welt gebracht. Alle Mitarbeiter und viele Zoobesucher haben sich schon auf ihre Rückkehr gefreut. Umso bestürzter sind wir über die Nachricht über ihr Ableben“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. Der Zoo Rostock wurde am Morgen des 15. Januar 2018 über den Tod der Eisbärin im französischen Zoo La Palmyre informiert.

Laut Informationen des französischen Zoos ging es „Vienna“ seit Donnerstagabend plötzlich nicht mehr so gut. Das 29 Jahre alte Tier verstarb am Samstag. Der französische Zoo hat veterinärmedizinische Untersuchungen zur Todesursache von „Vienna“ angekündigt. Das größte an Land lebende Raubtier der Erde wird in freier Natur durchschnittlich 20 Jahre alt, die maximale Lebenserwartung liegt dort bei 25 bis 30 Jahren.

„Vienna“ wurde am 29. November 1988 im Tiergarten Schönbrunn in Wien geboren und kam am 15. Juni 1990 als junge Eisbärin an die Ostseeküste. „Vienna“ hat sechs Jungtiere in Rostock aufgezogen. Das waren „Victoria“ (1996, seit 2015 in Kingussi, England), „Victor“ (1998, seit 2014 in Branton, England), „Vitus“ (2000, seit 2017 in Neumünster), „Vilma“ (2002, verstorben 2016 in Dänemark) sowie die Zwillinge „Venus“ und „Valeska“ (2004, Venus seit 2006 in Ranua, Finnland; Valeska seit 2012 in Bremerhaven). Vater der sechs Jungtiere war Eisbär „Churchill“, der 1979 in Rostock geboren wurde und am 26. Oktober 2013 im Alter von 34 Jahren verstarb. Am 31. Oktober 2016 siedelte „Vienna“ in den Zoo La Palmyre um, da durch den Abriss der historischen Bärenburg und den Neubau des „POLARIUM“ zeitweise in eine andere Unterkunft ausgewichen werden musste.

„Vienna“ ist auch die Großmutter von „Fiete“ (2014), vom jüngsten Eisbärennachwuchs im Rostocker Zoo, der seit November 2016 im ungarischen Zoo in Sóstó eine neue Heimat gefunden hat.

„Vor allem die lange gemeinsame Zeit mit dem stattlichen Eisbärenmann Churchill hat die Erinnerungen der Zoobesucher an Vienna geprägt“, so Antje Zimmermann. „Das Verhältnis von Vienna und Churchill war eigentlich immer unkompliziert. Churchill war allerdings auch ein großer starker Eisbärenmann, der ein Weibchen schnell im Eifer des Gefechts verletzen konnte. So hatte er Vienna im Frühjahr 2006 an ihrem Hinterbein getroffen. Die Wunde verheilte zwar gut, hinterließ aber Viennas typisches Erkennungszeichen in den letzten Jahren, ein leichtes Humpeln.“

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