Wanda Group zieht sich weiter aus Freizeitpark-Branche zurück: Management-Übergabe für Freizeit-Komplexe an Sunac China Holdings

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Wang Jianlin Wanda Group Präsident
Bildquelle: Wanda Group

Nach dem Verkauf ihrer Freizeit-Komplexe gibt die Wanda Group auch das Management dieser an Sunac China Holdings ab. Die Firma hat nun die alleinigen Rechte an den vom Großkonzern gebauten Freizeitparks.

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Nachdem der chinesische Immobilien- und Tourismuskonzern Wanda Group im letzten Jahr 13 Freizeit-Komplexe an die Immobilien-Firma Sunac China Holdings verkaufte, jedoch weiterhin das operative Management dieser übernahm, zieht sich das Unternehmen des chinesischen Multimilliardärs Wang Jianlin nun ganz aus den Freizeit-Projekten zurück und übergibt auch das Management an Sunac China Holdings. Damit ist Sunac nun komplett alleine für die Freizeit-Komplexe verantwortlich, wie Caixin berichtet.

In Folge einer zunehmenden Schuldenüberfrachtung durch Käufe von großen Gewerbeimmobilien und Tourismusprojekten sowie Sonderuntersuchungen chinesischer Regulatoren, welche die Finanzierung von milliardenschweren Unternehmenskäufen der Wanda Group im Ausland prüften, wurde das Unternehmen im letzten Jahr zum Handeln gezwungen.

Wanda-Chef Wang Jianlin musste sich von vielen Top-Immobilien trennen, gab seine Internetgesellschaft auf und entließ einen Großteil seiner rund 4.000 Angestellten. Zudem verkaufte man 13 Wanda Cultural Tourism City-Projekte – die großen Freizeit-Komplexe mit Themenparks, Hotel-Resorts und Einkaufsmöglichkeiten – an Sunac China Holdings.

Während die Wanda Group nach dem letztjährigen Verkauf immer noch für die Entwicklung der Freizeit-Komplexe verantwortlich war, ist der Konzern nach der kürzlichen Übergabe des Managements an Sunac China Holdings nun gar nicht mehr in die Projekte involviert. Für den Erwerb der Geschäftsleitung zahlte Sunac etwa 790 Millionen Euro an den Konzern.

Dadurch hat Sunac China Holding jetzt das Recht, die Wanda Cultural Tourism City-Komplexe umzubenennen, sodass die Marke Wanda nicht mehr in den Namen erscheint. Auch ist die Immobilien-Firma nun komplett alleine für die Komplexe verantwortlich. Für die Wanda Group bedeutet das hingegen einen weiteren Abstieg in der Freizeitpark-Branche.

Vor wenigen Jahren hatte Wang Jianlin mit seiner Wanda Group noch Disney den Kampf angesagt und wollte den Konzern bis 2020 als weltweit größtes Tourismus-Unternehmen ablösen (wir berichteten). Auch wollte man einen Wanda-Freizeitpark in Australien bauen.

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