Jungvogelalarm im Weltvogelpark Walsrode: Viele Küken im Juni 2016 zu entdecken

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Karakara-Küken im Weltvogelpark Walsrode
Bildquelle: Weltvogelpark Walsrode

Von den Störchen über die Karakaras und Rotschnabelhokkos bis zu den Gänsegeiern – überall im Weltvogelpark Walsrode piepsen, krächzen und zwitschern frisch geschlüpfte Jungvögel aus ihren Nestern oder Brutboxen. Nicht selten leistet vorher der Weltvogelpark-Tierarzt aktive Schlupfhilfe. Wie zum Beispiel bei den Gänsegeiern.

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Mit über 4.000 Vögeln aus 650 Arten und allen Kontinenten ist der Weltvogelpark Walsrode der größte Vogelpark der Welt. Dabei sind im Frühling und Frühsommer die vielen Jungvögel im Park ein ganz besonderes Highlight. Mit ihren weit aufgerissenen Schnäbeln und ihrem zarten Federflaum buhlen sie um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern und damit auch um die größte Portion Futter. Ein faszinierendes Schauspiel, das die Besucher des Weltvogelparks vielfach live erleben können.

Auch wenn dabei die natürliche Brut im Weltvogelpark im Vordergrund steht, werden auch immer wieder Vogeleier künstlich bebrütet und die Jungvögel dann von menschlicher Hand aufgezogen – zum Beispiel von sehr seltenen oder bedrohten Tierarten, um die Chance auf ein zweites Gelege zu erhöhen.

Gänsegeier-Küken im Weltvogelpark Walsrode

Frisch geschlüpft: Gänsegeier-Küken. (Foto: Weltvogelpark Walsrode)

Ein echtes Highlight für Hobbyfotografen und besonders interessierte Besucher sind die täglichen öffentlichen Fütterungen der von Menschenhand aufgezogenen Vogelbabys (um 13.30 Uhr) in der Babystation. Ein kleiner großer Star ist dabei auch das Küken eines Gänsegeiers. Bei ihm leistete Weltvogelpark-Tierarzt Andreas Frei Schlupfhilfe. Da die erwachsenen Gänsegeier nicht selten mit ihrem eigenen Schnabel die Eierschale öffnen, half Frei dem kleinen Gänsegeier durch ein behutsames Entfernen der harten Schale in die Welt.

„Uns liegt sehr viel daran, dass alle Jungvögel hier im Weltvogelpark mit den besten Chancen geboren werden. Wenn Eier von den Eltern verstoßen werden, aus dem Nest fallen oder der Nachwuchs in der natürlichen Aufzucht nur wenig Überlebenschancen hat, nehmen wir Eier und später Jungvögel unter unsere Fittiche“, verrät Weltvogelpark-Geschäftsführer Geer Scheres. „Dass man dabei auch einmal als Ersatzmutter oder -vater fungieren muss, liegt in der Natur der Sache.“

Milchuhu-Küken im Weltvogelpark Walsrode

Noch ganz klein: Das Milchuhu-Küken. (Foto: Weltvogelpark Walsrode)

Besonders bei stark bedrohten Arten ist diese Arbeit wichtig. So konnte mit dem erfolgreichen Schlupf eines Rotschnabelhokkos aktiv zur Arterhaltung des extrem seltenen Vogels aus Südamerika beigetragen werden. Der Rotschnabelhokko galt bereits in seiner natürlichen Umgebung als ausgestorben und konnte dank der Weltvogelparkstiftung nicht nur erfolgreich nachgezüchtet, sondern auch wieder in den Ursprungsländern ausgewildert werden.

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