Das DARWINEUM ist wieder in „guter Hoffnung“: Zoo Rostock erwartet Orang-Utan-Nachwuchs

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Zoo Rostock Orang-Utan Hsiao-Ning
Bildquelle: Zoo Rostock/ Joachim Kloock

Das Orang-Utan-Weibchen „Hsiao-Ning“ ist schwanger. Voraussichtlich ab Ende August können Besucher des Zoo Rostock im DARWINEUM den ersten Nachwuchs des Männchens „Sabas“ bestaunen.

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Die Tierpfleger im DARWINEUM sind voller Vorfreude und Zuversicht. Das hat einen guten Grund: Das Bäuchlein der 13-jährigen Orang-Utan-Dame „Hsiao-Ning“ ist nicht mehr zu übersehen.

„Viele Besucher fragen uns, ob „Hsiao-Ning“ trächtig ist“, sagt Zookuratorin Antje Zimmermann. In der Tat, im DARWINEUM bahnt sich nach der Geburt von „Surya“ am 28. Juni 2013 erneut Nachwuchs bei den Menschenaffen an. „Wenn alles weiterhin so positiv verläuft, wird unser „Sabas“ Ende August das erste Mal Papa“, so die Kuratorin.

Im Dezember vergangenen Jahres sind den Tierpflegern äußerliche Veränderungen an „Hsiao-Ning“ aufgefallen. Ein ganz normaler Schwangerschaftstest aus der Apotheke hat dann bestätigt, dass „Sabas“ Lieblingsfrau trächtig ist. Mit der Geburt wird Ende August gerechnet. „Sie ist etwas ruhiger und umgänglicher geworden. Man sieht deutlich ihr Bäuchlein, auch ihre Brüste haben eine andere Form bekommen. Da „Hsiao-Ning“ von Hand aufgezogen worden ist, aber noch keine natürliche Aufzucht eines Jungtieres in einer Gruppe miterlebt hat, wird mit Spannung erwartet, wie sie sich verhält“, so Antje Zimmermann.

Geburtsvideos als Lernprogramm

Natürlich genießt „Hsiao-Ning“ nun die besondere Aufmerksamkeit der Tierpfleger, die ihr immer gut zureden und auch schon mal den Bauch streicheln. Da es für die Orang-Utan-Dame die erste Geburt ist und sie noch keine Erfahrungen diesbezüglich in der Gruppe gemacht hat, werden ihr als Vorbereitung auf den großen Tag Videos von einer Orang-Utan-Geburt gezeigt. Die Filme findet sie sehr interessant – bis auf die eigentliche Geburt. Da schaut sie lieber weg.

„Wir lassen der Natur ihren Lauf und sehen das Ganze sehr entspannt, auch wenn die Vorfreude schon sehr groß ist. „Hsiao-Ning“ ist gesund und munter und in der Gruppe läuft es jetzt auch wieder etwas ruhiger, seitdem „Miri“ ins Nachbarrevier umgezogen ist“, betont Antje Zimmermann. „Wir sind sehr optimistisch, dass „Sabas“ alles richtig machen wird. Er selbst ist in einer Familiengruppe mit Mutter und Vater groß geworden. Sein Vater „Ejde“ war für alle seine Nachkommen ein geduldiger und toleranter Vater.“

Zoo Rostock Orang-Utan Sabas

Das Orang-Utan-Männchen „Sabas“ wird zum ersten Mal Vater. (Foto: Zoo Rostock/ Joachim Kloock)

„Hsiao-Ning“ ist am 31. August 2003 in Monkey World im englischen Dorset geboren. Die sensible und etwas schüchterne „Hsiao-Ning“ ist eine Handaufzucht aus einem Orang-Utan-Kindergarten. Ihr markantes Lächeln ist einzigartig. Während ihre nun umgezogene Gefährtin „Miri“ fast immer forsch zur Sache geht, ist das Orang-Utan-Weibchen „Hsiao-Ning“ doch eher in sich gekehrt, liebt die vorhersehbare Routine und ist auch mal gern allein für sich. Ihr Partner „Sabas“ ist der am 24. September 2003 in Rostock geborene Sohn von „Sunda“ und „Ejde“. Mit dem Wechsel ins DARWINEUM wurde „Sabas“ erstmals von seinen Eltern getrennt, um eine eigene Familie zu gründen. Inzwischen hat sich der beliebte einstige Jungspund zu einem stattlichen Männchen mit den typischen dicken Backenwülsten entwickelt.

Mit dem DARWINEUM begann sozusagen sein eigenes Leben, das nun bald mit einem eigenen neuen Familienmitglied gekrönt werden könnte. Zur lebhaften Gruppe des 13-Jährigen gehören neben „Hsiao-Ning“ ebenfalls eher ruhige Schwester „Dinda“ (10) und bis vor kurzem noch „Miri“ (13).

Aufgrund von Spannungen in der Gruppe von „Sabas“ wurde das Orang-Utan-Weibchen „Miri“ nach einer Abstimmung mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes in die Gruppe um „Sabas“ Vater „Ejde“ (36) verlegt. Dort leben noch „Sunda“ (40) und ihr gemeinsames Kind „Surya“ (fast 4). Der erfahrene Orang-Utan-Mann und bereits dreifache Vater zeigte nach anfänglicher Ignoranz bereits kurze Zeit später Interesse an der quirligen „Miri“.

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