Hellabrunner Giraffen-WG mit neuer Mitbewohnerin: „Baridi“ in Münchner Tierpark eingezogen

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Münchner Tierpark Hellabrunn Giraffe Baridi
Bildquelle: Tierpark Hellabrunn, Daniela Hierl

Der Münchner Tierpark freut sich über das zweijährige Giraffenweibchen „Baridi“, das vergangene Woche aus dem Kölner Zoo eingetroffenen ist. Ihr neues Zuhause hat sie sofort selbstbewusst und fast stürmisch erkundet.

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Letzte Woche Montag traf „Baridi“ mit etwas staubedingter Verspätung am Abend in München ein. Die hübsche, eher dunkel gefärbte Netzgiraffe konnte sich über die Nacht noch separat von den anderen Giraffenweibchen, aber schon mit Blickkontakt zu ihnen, an ihren neuen Stall gewöhnen. Inzwischen haben sich die vier Giraffendamen schon gut kennengelernt und verbringen gemeinsam Zeit auf den Anlagen. Da die Giraffen der Weibchengruppe unterschiedliche Persönlichkeiten haben, sorgen Tierpflegerinnen und Tierpfleger für eine behutsame Eingewöhnung des Neuzugangs in die Gruppe.

Momentan gibt es in europäischen Zoos sehr viele Giraffen. Somit ist es bei Nachwuchs schwierig, die Jungtiere an andere Zoos zu vermitteln. Die Hellabrunner Weibchengruppe bietet die Möglichkeit, Nachzuchten wie „Baridi“ aus anderen europäischen Zoos aufzunehmen. Die Bildung gleichgeschlechtlicher Gruppen gehört zum natürlichen Verhalten von Giraffen. Der Entschluss, in Hellabrunn derzeit eine reine Weibchengruppe zu halten, ist nicht nur ein wichtiger Beitrag für das Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), sondern auch sinnvoll, um die Geburten von Tieren, welche in menschlicher Obhut leben, kontrollieren zu können.

Die Hellabrunner Giraffen bewohnen seit Mai 2013 eine großzügige Giraffensavanne mit einer Gesamtfläche von etwa 10.000 Quadratmeter. Es gibt eine Besucherplattform, von der man die großen eleganten Tiere auf Augenhöhe beobachten kann, wenn sie aus den Futterraufen fressen. Der lange Giraffenhals, den sie während der Evolution ausgebildet haben, brachte ihnen einen großen Vorteil, da sie an Futterregionen rankommen, die für andere Tiere unzugänglich sind.

In Hellabrunn leben damit aktuell wieder vier Netzgiraffen-Damen: neben Neuzugang „Baridi“ die Giraffenweibchen „Taziyah“, „Bahati“ und „Makena“. Ein weiteres Weibchen soll nächstes Jahr noch nach München geholt werden.

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