Totes Delfin-Baby entfacht erneut Debatte über die Haltung von Delfinen in Wasserparks in Frankreich

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Bildquelle: Parc Astérix

Schon lange herrscht Uneinigkeit über die Haltung von Tieren in Gefangenschaft. Mit dem Tod eines Delfin-Babys wird das Thema wieder vehement diskutiert und in Frankreich vor Gericht verhandelt.

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Am 17. Juli starb ohne besondere Ursachen ein Delfin-Baby im Parc Astérix. Auch weil das nicht der erste Vorfall dieser Art ist, wurde die Diskussion um die unzureichende Lebensqualität von Tieren in Gefangenschaft neu angestoßen.

Im Mai erließ das französische Ministerium für Umwelt eine Verordnung, welche die Reproduktion von Delfinen und Walen in Gefangenschaft verbietet. Drei Freizeit- und Wasserparks (Marineland d’Antibes, Parc Astérix und Planète Sauvage) versuchten am 31. Juli diese Verordnung aufzuheben und stellten dafür beim obersten Verwaltungsgericht Frankreichs, dem Conseil d’Etat, einen Antrag, so Libération.

Laut Boursorama fordern sie, dass die Verordnung mithilfe eines anerkannten wissenschaftlichen Komitees neu geschrieben werden solle. Würde ein Reproduktionsverbot bestehen bleiben, käme dies der Schließung des Wasserparks gleich. Das zumindest behauptet Emmanuel Piwnica, der Anwalt von Marineland d’Antibes, wie Orange pro berichtete. Nach Boursorama führt der Direktor von Marineland d’Antibes Pascal Picot an, dass eine Trennung von männlichen und weiblichen Delfinen dem natürlichen Verhalten der Tiere widerspreche.

Heute werden in französischen Wasserparks laut Nice-Matin um die 30 Delfine in Gefangenschaft gehalten. In den vergangen Jahren hat die Kritik gegen die Ausbeutung von Delfinen und Walen in Wasserparks zugenommen und in Europa schließen allmählich Delfinarien.

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