Nach viralem Hit: „Spamusement Park“ entsteht in Japan und will Thrill mit Entspannung vereinen

Spamusementpark Achterbahn
Bildquelle: Hot Springs High Standard! Paradise Hell Beppu

Eine Mischung aus Nervenkitzel und Entspannung – diesen Ansatz verfolgt der neue „Spamusement Park“. Der Bürgermeister der japanischen Stadt Beppu verspricht in einem Youtube-Video den Bau dieses einzigartigen Freizeitparks, wenn eine Millionen Klicks erreicht werden. Mittlerweile hat das Video 2,5 Millionen Klicks überschritten.

Eine rasante Achterbahnfahrt gepaart mit heißer Whirlpool-Entspannung? Das gab es bisher nicht und wird es womöglich in dieser Form auch nie geben. Doch in Japan soll nun der „Spamusement Park“ entstehen, der die Entspannung und Erholung in einem Spa mit Nervenkitzel und Action, wie man sie aus klassischen Freizeitparks (Englisch: Amusement Park) kennt, verbinden soll. Ein Video mit ausgefallenen Ideen, wenn auch teils unrealistischen Ideen, sorgte dafür bereits weltweit für Aufsehen.

Am 20. November – also vor knapp vier Wochen – hat die japanische Stadt Beppu das Werbevideo bei Youtube hochgeladen. Zu sehen sind unter anderem bunte Achterbahn-Wagons, die mit warmen Thermalwasser und Badeschaum bis oben hin gefüllt sind. Die nur mit Handtüchern bekleideten Fahrgäste genießen die rasante Fahrt, bei der insbesondere in den Kurven gerne mal das Badewasser aus den Waggons hinausspritzt und die Zuschauer nass macht.

Auch die im japanischen Stil gestaltete Seilbahnen, die die Parkbesucher den Berg hinauf zum im kräftigen Gelb erstrahlenden Riesenrad transportieren, verfügen in dem Video über mehrere Badewannen. Diese gemütliche Anreise der etwas anderen Art punktet im Spot bei kleinen und großen Gästen. Eine letzte Szene zeigt schließlich den gemütlichen Ausklang des Tages in den Gondeln des Riesenrads, bei dem die im Handtuch eingewickelten Parkbesucher einen gigantischen Blick auf das Lichtermeer Beppus genießen.

„Wenn dieses Video eine Millionen Klicks erreicht, verpflichten wir uns, diesen Vergnügungspark zu bauen“, verspricht Yasuhiro Nagano, Bürgermeister von Beppu. Dieses Ziel stellte keine große Hürde da, der Spot wurde schnell zum viralen Hit. Mittlerweile zählt das Werbevideo über 2,5 Millionen Klicks.

Spamusementpark Bürgermeister

Yasuhiro Nagano, Bürgermeister von Beppu, verspricht den Bau des „Spamusement Parks“, wenn das Video über eine Millionen Klicks erreicht. (Foto: Hot Springs High Standard! Paradise Hell Beppu).

Nun steht Nagano zu seinem Wort. Der Bürgermeister zeigte sich überrascht, dass die geforderten Klicks binnen lediglich vier Tagen erreicht wurden. Man habe nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet, aber alle seien nun glücklich, erzählte auch Michitaka Kubota, ein Sprecher der Tourismuszentrale in Beppu, der Tageszeitung „The Japan Times“. Allerdings diene das Video nur als grobe Modell, der reale Park könne durchaus etwas anders aussehen. Aktuell müssten noch Sicherheitsfragen diskutiert werden.

Spamusement Park Flanieren in Handtüchern

Im Video flanieren die Besucher nur im Handtuch bekleidet durch den „Spamusement Park“. (Foto: Hot Springs High Standard! Paradise Hell Beppu).

Dass ein solcher Park genau in Beppu entstehen soll, ist kein Zufall: Die Küstenstadt verfügt über die höchste Anzahl heißer Quellen in ganz Japan. Manche dieser Quellen können sogar als natürlicher Eierkocher genutzt werden. Insgesamt zählt der Badeort über 3700 Thermalquellen sowie 168 öffentliche Bäder.

Der „Spamusement Park“ soll den Tourismus weiter ankurbeln. Bereits ohne den Freizeitpark kommen jährlich etwa zwölf Millionen Besucher nach Beppu, wo 125.000 Einwohner leben. Wie die Nachrichtenwebseite „Mail Online“ berichtet, will die Stadt durch den Bau des „Spamusement Parks“ vor allem mehr ausländische Touristen anziehen.

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