Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe und Vogelfreunde Achern kooperieren – erstes Projekt: Orangenhaubenkakadus

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Orangenhaubenkakadus im Zoo Karlsruhe
Bildquelle: Zoo Karlsruhe

Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe und die Vogelfreunde Achern kooperieren. Orangehaubenkakadus stehen im Mittelpunkt des ersten Projekts.

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Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe hat einen weiteren Partner gewonnen. Die Vogelfreunde Achern sind mit der Stiftung eine Kooperation eingegangen, zudem wurde bereits ein Scheck in Höhe von 5.000 Euro übergeben. Als erstes gemeinsames Projekt soll der Orangehaubenkakadu in den Mittelpunkt rücken.

„Es ist sehr schön, dass die Vogelfreunde Achern das Ziel der Stiftung, den Erhalt der biologischen Vielfalt, unterstützen“, erläutert Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. Über Reinschmidt, selbst Mitglied des Vereins, ist der Kontakt zustande gekommen. Mit den Vogelfreunden Achern habe man nun einen sehr engagierten Partner gewinnen können. „Wir sehen uns selbst als aktive Artenschützer. Es lag nahe, den Zoo und die Stiftung in deren Anliegen zu unterstützen“, betont Dr. Marcellus Bürkle, Präsident der Vogelfreunde. Für die Stiftung seien verlässliche Kooperationspartner sehr wichtig, „nur so können wir neue Projekte gezielt angehen“, betonte Artenschutzkurator Dr. Clemens Becker.

Zoo Karlsruhe und Vogelfreunde Achern Kooperation

5.000 Euro überreichte Dr. Marcellus Bürkle, Präsident der Vogelfreunde Achern (M.), an Dr. Becker, Kurator Artenschutz im Zoo Karlsruhe (r.), und Zoodirektor Dr. Reinschmidt. (Foto: Zoo Karlsruhe)

Das erste gemeinsame Projekt wird sich dem Orangehaubenkakadu widmen. Dieser ist eine Unterart des Gelbwangen- oder Kleinen Gelbhaubenkakadus und gehört zu den am stärksten bedrohten Kakadus überhaupt. Sein Lebensraum, die Wälder auf Sulawesi und den Kleinen Sundainseln, ist bis auf wenige Waldinseln zerstört. In der Natur gibt es nur noch rund 500 Tiere. Mit den 5.000 Euro soll ein Freilandprojekt im Manupeu Tanadaru National Park, Sumba, Indonesien, unterstützt werden. Dort wird aktuell untersucht, weshalb die Tiere dort einen sehr geringen Bruterfolg haben und bei den Jungtieren eine hohe Sterblichkeit zu verzeichnen ist. Daraus sollen Maßnahmen zur Verbesserung des Bestands im Freiland abgeleitet werden.

Der Karlsruher Zoo will sich zudem in Zukunft an der Erhaltungszucht in Menschenhand beteiligen. Wann damit gestartet werden könne, sei jedoch noch von mehreren Faktoren abhängig. „Dafür müssen wir zu erst eine neue Zuchtanlage bauen“, erläutert Reinschmidt. Außerdem sei es noch unklar, wie viele Tiere man für solch ein für den Artenschutz sehr bedeutendes Projekt erhalten könne. „Für den Karlsruher Zoo wäre diese Tierart ein weiteres Juwel“, zeigt sich Reinschmidt begeistert: „Es sind Tiere, von denen die Menschen hier in Deutschland kaum etwas wissen. Sie können somit als Botschafter für alle Orangehaubenkakadus und dem Erhalt des Lebensraums fungieren.“

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