Gorilla-Dame „Bagira“ zieht 2018 vom Tierpark Hellabrunn in den Zoo Saarbrücken

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Tierpark Hellabrunn: Gorilla Tano
Bildquelle: Tierpark Hellabrunn

Am 24. Januar 2018 zog die alte Gorilla-Dame „Bagira“ von dem Tierpark Hellabrunn in den Zoo Saarbrücken, da sie die Rolle als Silberrücken in ihrer Gruppe zu sehr gestresst hatte und auch für die anderen Gorillas nicht einfach war. Das Affengehege im Tierpark Hellabrunn umfasst dadurch nur noch fünf Gorillas.

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Am Mittwoch, den 24. Januar 2018, wurde die Gorilla-Dame „Bagira“ von dem Tierpark Hellabrunn in den Zoo Saarbrücken gebracht. Der Grund für den Umzug war ihre Rivalität mit den anderen Affen. Die alte Gorilla-Dame sah besonders die zwei jüngeren Gorilla-Jungen „Tano“ und „Okanda“ als Konkurrenz und grenzte sie deshalb zusehends von der Gruppe aus.

Besonders „Nafi“ hat es „Tano“ und „Okanda“ als fast gleichaltrige Spielgefährtin angetan, aber auch mit den anderen Gorilla-Damen verstehen sich die beiden sechsjährigen Gorilla-Männchen sehr gut. Nur „Bagira“, die nach dem Tod von Silberrücken „Roututu“ 2014 die Rolle der Anführerin des Silberrückens übernahm, hatte wenig Sympathie für die Junggorillas übrig. „Die Tiere konnten sich über mehrere Monate hinweg stundenweise kennenlernen – anfangs auch mit ‚Bagira‘. Doch ‚Bagira‘ sah ‚Tano‘ und ‚Okanda‘ mehr als Konkurrenten denn als neue Familienmitglieder, was nicht nur zu Streitereien zwischen den Tieren führte, sondern ‚Bagira‘ in ihrer Position auch unnötigem Stress aussetzte“, erklärt Tierpark-Direktor Rasem Baban.

Tierpark Hellabrunn: Gorillas "Tano" und "Sonja"

Die Gorialla-Gruppe kann sich nun ganz neu finden und „Tano“ und „Okanda“ besser kennenlernen. (Foto: Tierpark Hellabrunn)

Um „Tano“ und „Okanda“ auch dauerhaft in die Gruppe integrieren zu können und einem der beiden Männchen die Möglichkeit zu geben, sich zum Silberrücken zu entwickeln, beschloss die zoologische Abteilung des Tierparks gemeinsam mit den Tierpflegern und dem EEP-Koordinator für Gorillas, „Bagira“ an den Zoo Saarbrücken abzugeben. „Dort kann sich ‚Bagira‘ nun in einer Gruppe um den erfahrenen Gorilla-Mann ‚Pesco‘ eingewöhnen und sich wieder ganz in ihre Rolle als Weibchen einordnen“, so Baban. Denn auch für die Gorilla-Dame war die Position in der Hellabrunner Gruppe nicht immer einfach.

Auch in ihrem natürlichen Lebensraum leben Westliche Flachlandgorillas in Gruppen zusammen. Gemeinhin ist in jeder Gruppe ein ausgewachsenes Silberrücken-Männchen vorhanden, welches die dominante Rolle übernimmt und sich als einziges Männchen fortpflanzt. Mehrere Weibchen samt ihrem Nachwuchs und meist auch ein oder mehrere heranwachsende Männchen, auch Schwarzrücken genannt, ergänzen die Gruppe. Im Gegensatz zu vielen anderen Primaten verlassen bei den Gorillas nicht nur die Männchen, sondern oftmals auch die Weibchen ihre Geburtsgruppe beim Erwachsenwerden.

Tierpark Hellabrunn: Gorillas "Nafi" und "Sonja"

Besonders die fast gleichaltrige Spielgefährtin „Nafi“ hat des den beiden Gorillajungen angetan. (Foto: Tierpark Hellabrunn)

Der Transport von „Bagira“ am Mittwoch, den 24. Januar 2018, verlief ruhig und entspannt. Mit dabei war auch ein Tierpfleger aus Hellabrunn, der gemeinsam mit „Bagira“ die ersten Tage in ihrer neuen Heimat Saarbrücken verbringen wird. Ein Tierpfleger aus dem Zoo Saarbrücken war bereits seit einigen Tagen in Hellabrunn, um sich mit „Bagira“ vertraut zu machen.

Neben „Tano“ und „Okando“ leben aktuell auch noch „Nafi“ (4), „Neema“ (30) und „Sonja“ (28) im Hellabrunner Urwaldhaus. „Nafi“ ist dabei die Tochter von „Bagira“, doch auch für sie ist die Trennung kein Problem. Sie hatte sich inzwischen von ihrer Mutter entwöhnt und nutzt nun ihre Chance, sich eigenständig in der Gorilla-Gruppe zu integrieren.

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