Zoo Osnabrück nimmt Abschied von Giraffe „Dayo“

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Giraffe Dayo Zoo Osnabrück
Bildquelle: Zoo Osnabrück, Hanna Rickert

In den niederländischen Safaripark Beekse Bergen ging es am gestrigen Donnerstag für Giraffenjungbulle „Dayo“ aus dem Zoo Osnabrück. Er musste seinen Geburtsort Osnabrück verlassen, weil er nun in die Pubertät kommt und fortpflanzungsfähig wird. In Beekse Bergen wartet eine Junggesellengruppe auf ihn.

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Giraffenjungbulle „Dayo“ verlässt den Zoo Osnabrück. Er zieht in eine niederländische Männer-WG. „’Dayo‘ ist schon ein besonders liebenswerter Charakter“, beschreibt Tierpflegerin Petra Kunze, Leiterin des Giraffenbereichs im Zoo Osnabrück. „Er ist sehr liebenswürdig und auf die Tierpfleger bezogen. Besonders gerne kam er zu uns, um sich eine Banane oder Möhre abzuholen. Allerdings merkten wir in letzter Zeit deutlich, dass er in die Pubertät kommt.“ Da zeigte der fast dreijährige Giraffenbulle schon mal, wie stur er sein kann oder schlug mit dem Kopf um sich, wenn er sich ärgerte.

Da „Dayo“ ohne seinen Vater „Edgar“ aufwuchs, dieser verstarb etwa ein Jahr nach „Dayos“ Geburt altersbedingt im März 2016, wollte er inzwischen schon die Chefrolle übernehmen. Gleichzeitig versuchte „Dayo“ bereits Halbschwester „Nanji“ zu bezirzen und lief ständig hinter ihr her. „Obwohl Nanji vier Jahre älter ist als Dayo, klebten sie von Anfang an zusammen wie Pech und Schwefel. Als Dayo im April 2015 auf die Welt kam, passte Nanji sogar auf ihn auf. Wenn ihm auf der Außenanlage andere Tiere wie die Strauße zu nahe kamen, hat sie diese sogar verscheucht“, berichtet Kunze.

Doch nun muss „Dayo“ eigene Wege gehen. Bis er als ausgewachsener Bulle in eine eigene Kuhherde kommt, dauert es noch ein bisschen. Solange wird er in einer Junggesellengruppe im niederländischen Safaripark Beekse Bergen leben. Gegen 17:30 Uhr betrat er zielstrebig innerhalb von zweieinhalb Minuten den Spezialtransporter und kam gegen 21 Uhr wohlbehalten in seinem neuen Zuhause an. Die Zucht der Zootiere wird bei vielen Tierarten, insbesondere bei den gefährdeten, über sogenannte Zuchtbücher koordiniert, wie Andreas Wulftange, Kurator im Zoo Osnabrück, erläutert: „Für die jeweilige Tierart gibt es einen sogenannten Zuchtbuchkoordinator, der in einem Zuchtbuch europaweit festhält, wo welche Tiere leben und welche nach bestimmten Kriterien gut zusammenpassen. Der Koordinator stellt dann entsprechende Gruppen zusammen oder gibt Empfehlungen, wo ein bestimmtes Tier gut hinpasst. So können wir eine Nachzucht nach wissenschaftlichen Standards und gesunde Jungtiere gewährleisten.“

Im Zoo Osnabrück leben jetzt noch vier Giraffenkühe: Dayos Mutter „Ursula“ (18 J.), „Manja“ (7 J.), „Nanji“ (6 J.) und „Mabili“ (2 J.). In nächster Zeit ist nicht geplant, dass ein Giraffenbulle für weiteren Nachwuchs einzieht.

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