Serval-Impfung im Tier- und Freizeitpark Thüle: Einblick in die Arbeit einer Tierärztin

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Impfung des Serval im Tier- und Freizeitpark Thüle
Bildquelle: Tier- und Freizeitpark Thüle

Tierärztin Dr. Claudia Wiese kümmert sich im Tier- und Freizeitpark Thüle um die Gesundheit der Tiere. Ein Blick über die Schulter bei der Impfung eines Servalmädchens.

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Das Servalmädchen ist nicht leicht zu überlisten. Aber Betäubungsmittel und Pfeilspritzen sind heute nicht nötig. Es tut auch gar nicht weh: Zwei erfahrene Tierpfleger greifen beherzt zu und die mittelgroße Wildkatze aus Afrika hält still. Tierärztin Dr. Claudia Wiese zückt die vorbereitete Impfspritze und schon ist es passiert. Sie spritzt ein Serum gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche und Tollwut.

Der Serval wird den Tier- und Freizeitpark in Kürze verlassen und Impfen ist Pflicht. „Der Schwerpunkt meiner täglichen tiermedizinischen Versorgung im Tierpark liegt eindeutig in der Prophylaxe“ sagt die 29-jährige Tiermedizinerin. Dazu gehörten auch regelmäßige Impfungen, parasitologische und mikrobiologische Kontrollen. „Wir wollen schließlich dafür sorgen, dass die Tiere gar nicht erst krank werden“, ergänzt Park-Chefin Alexandra Grothaus. Wenn wie im Tierpark Thüle 1000 Tiere beieinander leben, verhindert auch die beste Vorsorge nicht, dass Tiere hin und wieder dennoch erkranken.

„Wildtiere verbergen ihre Krankheiten oft lange“, sagt die Tierärztin. In der freien Natur würden sie sonst riskieren, von ihrer Gruppe ausgestoßen zu werden und Fressfeinde anzuziehen. „Meine wichtigsten Verbündeten sind die Tierpfleger, die ihre Schützlinge ständig beobachten und mich auf dem Laufenden halten,“ So seien eine schnelle Diagnostik und damit die optimale Therapie und Pflege sichergestellt. Wenn nötig werden auch Fachtierärzte oder die Tiermedizinische Hochschule hinzugezogen.

Wiese arbeitet auch in einer Gemeinschaftspraxis. Der Unterschied? „Ich bin im Tierpark viel im Freien und an verschiedenen Orten und habe es ausschließlich mit Wildtieren zu tun.“ Für die Tierärztin ein spannender Beruf, von dem nicht nur Mädchen träumen. Ihre Professionalität vergisst sie in der täglichen Routine nie. Tiere im Zoo werden durch optimierte Haltungsbedingungen und die medizinische Versorgung zwar sehr alt, aber „schließlich liegen Tod und Leben in meinem Berufsalltag oft nah beieinander.“

Dann steigt sie auf ihr Elektrofahrzeug: Sie will „Anton“, das Tapir nicht warten lassen. Der hat es ihr mit seiner Zutraulichkeit und Ausgeglichenheit besonders angetan. Es geht ihm nicht so gut, und Frau Doktor muss ihn endoskopieren.

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