Doppelter Stachelschwein-Nachwuchs im Zoo Osnabrück

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Zoo Osnabrück Stachelschweine Nachwuchs 2019
Bildquelle: Foto: Zoo Osnabrück, Hanna Rickert

Der Zoo Osnabrück freut sich über die Geburt der Stachelschwein-Jungtiere „Mikado“ und „Majong“. Weitere Neuankömmlinge sind ein Bartkauz-Weibchen und ein Grüner Leguan.

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Vor rund zwei Wochen kam gleich doppelter Stachelschwein-Nachwuchs im Zoo Osnabrück zur Welt. Außerdem zogen ein Bartkauz-Weibchen in die begehbare Voliere in der Tierwelt „Manitoba“ und ein Grüner Leguan in das Tetra-Aquarium ein.

Kaum waren die Stachelschwein-Jungtiere geboren, wurden die beiden umgehend medizinisch begutachtet.„Wir mussten den Nachwuchs, der jeweils etwa in eine Hand passt, zeitnah untersuchen, denn Stachelschweine kommen bereits mit ihren Stacheln zur Welt. Diese sind erst weich, härten aber innerhalb weniger Tage aus – dann wird es immer schwieriger, sie für einen Gesundheitscheck anzufassen“, erklärt Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Kurator.

Deswegen untersuchte er bereits einen Tag nach der Geburt gemeinsam mit den zuständigen Tierpflegern die Jungtiere: Neben dem allgemeinen Gesundheitszustand prüfte er auch den Zustand des Nabels, setzte den jungen Nagetieren je einen Micro-Chip zur Wiedererkennung ein und ermittelte das Geschlecht. „Wir haben wieder ein ‚doppeltes Lottchen‘ – wie im vergangenen Jahr brachte das Stachelschwein-Weibchen zweifachen weiblichen Nachwuchs zur Welt“, berichtet Wulftange. Die Tierpfleger tauften die beiden auf die Namen „Mikado“ und „Majong“.

Der Nachwuchs aus dem letzten Jahr, Luna und Fiona, lebt auch noch auf der Anlage, die erste Zeit jedoch noch nicht mit den jüngeren Schwestern zusammen. Momentan verbringen Mikado und Majong die meiste Zeit mit Schlafen und Trinken. Noch sind die beiden Jungtiere zu klein für Ausflüge auf die Außenanlage, werden aber bald den Schwestern und Eltern nach draußen folgen. Derzeit können Besucher die jungen Stachelschweine mit etwas Glück durch die große Scheibe im Stall beobachten.

Das Bartkauz-Pärchen versteht sich bereits prächtig. (Foto: Zoo Osnabrück, Birgit Strunk)

Das Bartkauz-Pärchen versteht sich bereits prächtig. (Foto: Zoo Osnabrück, Birgit Strunk)

Auch die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ verzeichnet einen neuen Bewohner: Vor rund zwei Wochen zog ein weiblicher Bartkauz aus dem Tierpark Olderdissen an den Schölerberg. „Wir setzten das Bartkauz-Weibchen zum Männchen in die begehbare Voliere. Da das Weibchen begehbare Volieren allerdings noch nicht kannte, schlossen wir diese für das erste Wochenende für Besucher“, berichtet Andreas Wulftange.

Nachdem der wissenschaftliche Kurator gemeinsam mit den Tierpflegern den Bartkauz in die Voliere gesetzt hatte, näherten sich die beiden Artgenossen sehr schnell an. „Bereits am nächsten Morgen saßen die beiden zusammen und das Männchen ‚schenkte‘ dem Weibchen Futter – ein ‚Liebesbeweis‘“, freut sich Wulftange. „Aktuell befinden wir uns in der Balzzeit der Bartkäuze und wir hoffen, dass wir uns über Kurz oder Lang über Nachwuchs bei den Bartkäuzen freuen können.“ Eine Nachzucht sei sehr wichtig, denn der Bestand der Bartkäuze in der Wildbahn wie in Zoos schwindet dramatisch.

Seit Kurzem können Zoo-Besucher die Voliere wieder betreten und die beiden Bartkäuze sowie ihre Mitbewohner, einen Waldkauz und eine Schleiereule, beobachten. Das Bartkauz-Weibchen sitzt mittlerweile häufig auf dem von den Tierpflegern installierten Nest gegenüber dem Eingang.

Zoo Osnabrück Grüner Leguan

Der Grüne Leguan fühlt sich schon richtig heimisch. (Foto: Zoo Osnabrück, Hanna Rickert).

Für Besucher gut zu sehen ist ebenfalls der Grüne Leguan, der seit Kurzem im „Tetra-Aquarium“ des Zoo Osnabrück lebt und aus der „Auffangstation für Reptilien“ in München kam. Das Reptil habe sich bei seinen Artgenossen schnell eingelebt, wie Tierpfleger Marco Feldmann berichtet: „Die drei harmonieren toll miteinander und sitzen auch schon zusammen. Sie haben sich schnell aneinander gewöhnt und kommen gut miteinander aus.“ Die Grünen Leguane leben im „Tetra-Aquarium“ links neben den Seychellen-Riesenschildkröten, wo sie am liebsten auf den beheizten Felsvorsprüngen liegen.

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